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Bastkifjden und EtruskijdHen in Verbindung gebracht. Phylilde Merk
male der Kaukafier find große Najen und üppiger Haar- und Bart:
uchs (mitunter von blaufdwarzer Farbe), feelild gehören fie zu den
Sanguinifern: leidenfhaftlidh erreyt, jäh aufbraujend in Liebe und
Haß, find fie tapfer im Kriege und von ausgeprägtem Chrgefühl,
daher aud) die Häufigieit von Streit und Blutradhe. Der Kaukfafilcdhe
Stamm gliedert fidhH in die georgijhe Gruppe und die Gruppen der
wejtliden und die der Sftliden Bergvölier. Die weitlidgen Bergvölfer
zerfallen in die Kabardiner, Abohajen und TIjherkejfen; Iektere Jind
im vorigen Yahrhundert nad) Unterliegen im Kampf gegen die Rulfen
zum großen Teil nad Kleinafien ausgewandert; berühmt war ihre
Tapferkeit und Mitterlichkeit, auf der anderen Seite aber auch ihr
Blutdurft und ihre Graujamfkeit. Zur Sjtliden Bergvölfergruppe gehören
die IfhetfhHenen, Kijften und Ingujdhen, weiter Sftlih [OHlieken fidhh die
lesgilden Stämme an. Das Volk der Georgier (etwa 3 Mill. [tark)
nimmt in der Hauptjade die Gouvernements Kutais, Tiflis und das
Batumgebiet ein; es 3erfällt in eine Reihe von Stämmen: in und
um Tiflis wohnen die Khartlier, denen Ehrlichkeit, Zuverläffigkeit
und 3ähes Feithalten am Althergebradhten nadhgejagt wird, Sfjtlih die
ihres Weinbaus wegen berühmten Kachetier, weitlid) die Ymerier und
Surier, Mingrelier und Lajen; feurig, tapfer und Iühn, aber wenig
ausdauernd in ihren Unternehmungen, jind fie vielfad) verarmt, aber
von unleugbarer Bildungsfähigieit und [tarfem Bildungsdrang befeelt;
gine eigenartige Stellung unter den georgijden Stämmen nehmen die
Swanetier ein, die eines der hHöchft gelegenen Täler des Gebirges
bewohnen; hohe Gebirgswänbe, die nur von wenigen im Sommer
gangbaren BPäflen durdHfHnitten werden, [Heiden das Land von der
Umwelt und bewirken, daß fih hier nod) ganz mittelalterliche, teilweife
an das Feudaliyltem ankflingende Zujtände erhalten haben.
Sm Gegenfag zur autodthonen Kaufkfafijdhen Rafje find die an-
deren Völfker]hHaften in hijtorijdher Zeit zugewandert. Zum urali[dh-
altatijden Stamm gehören außer den in Nordfaukafien nomadifierenden
KRalmüden, Nogaiern und Iurkmenen vor allem die AWierbeidldhan-
Tartaren, die, über 11% Millionen |tarf, das Gouvernement Balu,
ben größten Teil des Gouvernements Helijawetpol und den Südoften
des Gouvernements Eriwan bewohnen. Nicht nur als AYderbauer und
Viehzüchter, Jondern aud) in unternehmungslujtiger Weije im Grok-
handel tätig, |pielen fie im WirtjhHaftsleben des Landes eine be-
deutende Rolle und tehen auf einer verhältnismäkig hohen DBil-
dungsitufe.
3Zwijdhen die beiden Hauptjiedlungsgebiete Iranskaukafjiens —
bas georgijdhe und das tartarijHe — dringt das armenijdhe hinein,
indem es den aröbten Teil des Gouvernements Eriwan, den Oltteil