Full text: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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nördliche, Heinere Teil, nad) dem großen Baldhajchfee Baldgajdhbaflin 
genannt, wird von einer Menge HNeinerer Flülfe durchzogen; der Boden 
befteht im Nordojten aus Lehm, füdblidh des Baldajh und am unteren 
Tidhu aus Triebjand, der unfruchtbares Wüftenland bededt, in [üDd- 
iger und JüdöftlidHer Nichtung jHlkieken fidh dann fruchtbare Lehm- 
und Löhjtreden an. Im Gegenjag zum Baldhafjhbafjin gleicht der zweite 
jüdlide Teil Turfkejtans — die Aral-Kalpifdhe Niederung — mit ihren 
ungeheuren Sandfläden einer großen Wüfjte, Außer dem Syr-Darja 
und dem Amu-Darja, den beiden, großen Strömen, die, im Aralfee 
mündend, das Land durchziehen, ijt die Gegend äukerjt arm an Binnen- 
gewälfern; der Öftlide Teil des Landes, das Ballin des Syr-Darja, 
leidet no) verhältnismäßig am wenigjten unter der Trodenheit und 
iit vorwiegend von Lehmiteppen bededt, weit trodener ijt [don das 
Rlima im Ballin des AUmu-Darja, und das Gebiet am Kafpijdhen 
Meer ijt völlig von Seen und Flüjfen entblößt. Rielige Landjtreden 
ind von fterilem Sand bededt, jo die Wülte Kyjyl-Kum („Rotjand“) 
wilden Syr-Darja und Amu-Darja und Kara-Kum („Schwarzland“) 
zwildhen dem Umu-Darja und dem Kalpijdhen Meer, Ein großer Teil 
diejer Sandwülten bejteht aus Bardanen, Sandbergen, die eine Höhe 
His zu 30 Metern erreidhen und aus feinförnigem Sand gebildet find, 
dei leifeltem Wind beginnen die Barchanen zu „rauchen“, bei Sturm 
ijt die Wülte ein einziges rotglühendes, undurchlichtiges Feuermeer von 
Sand, das fig unaufhaltfam, alles vernidhtend, vorwärts wälzt und 
zine [d)were Gefahr für die in der Nähe der Wülte gelegenen Anjied- 
'ungen bildet. Außerhalb der Wülte, im BVorgebirge, in den Tälern 
der Fülle befteht der Boden aus Löß, der von einer erftaunlidhen 
Fruchtbarkeit ijt; die Lökbodenzone verläuft in ungleider Breite und 
Tiefe von der Nordede des Karatau bis zu den Stäbten Turfkejtan, 
Tihimtfent, weiter über Taldfkent zum Syr-Darja, dann über das 
zefamte Ferganagebiet über Ural-Tübe bis zum Serafjdhangebiet, fie 
bededt ferner den Oberlauf des Amu-Darja und feine Zuflülle, Towie 
die Ausläufer des Hindukuldhgebirges. 
Klima. Das Klima Rujfifch-Zentralajiens ijt extrem fontinental 
und im größten Teil des Landes ein ausgejprodjenes Wülten- und 
Steppenflima, mit auffallend großen Temperaturunter[dieden zwijden 
Tag und Nacht, zwijden Sommer und Winter, mit einer kurzen Früh- 
ings- und Herbitzeit. Die durchjehnittlide Sommertemperatur im 
Steppengebiet beträgt etwa 20°, die Wintertemperatur —15°, aud 
Temperaturen von — 40° gehören nicht zu den Seltenheiten, und 
weit und breit bededt tiefer Schnee das Land. Audy in der ECbhene 
Zurfeltans Jind die Winter ausnehmend ftreng, Schneejtürme unter- 
bredjen den Verkehr und [Hädigen die Viehzucht, aber die Hike im 
Sommer it fehr arok (lie erreicht in vielen Orten Sübturkefltans 50°
	        
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