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Die Temperaturunterjdhiede im Januar und Suli betragen: In
der welt[ibirijden Steppe 37°, am Ienijfei 43°, In Sakut[t 67,7°, in
Werchojanjt am ojtarktijdHen Kältepol 86,2°.
Die MWärmeunterchiede der abfoluten Extreme erreiden an lebt
genanntem Ort 100°,
Die Januarijotherme —15 läuft über Spigbergen und den [üd-
liden Altat, die Iuliifotherme +20 über Paris, Warjhau, Omik,
Wladiwoltok.
Die Yahresijotherme 0 [AHneidet die Nordipige Norwegens, bes
rührt Ardhangelft und läuft dann nördlid Toboljk und füdlid Zomft
über Srkutft bis zum Norden Siachalins und Süden KamtjhHatfas,
Sm Sanuar Kiegt ein atmo[phärijdes Maximum über Urga (Jüdl.
von Kjadta), im Iuli ein Minimum über dem Süden BPerfiens. Diefes,
jowie die Janglame Erwärmung der See beftimmt in erfter Linie die
WindridHtung. Am Stillen Ozean wehen im Winter kalte Landwinde,
im Sommer regelmähig Seewinde (Monfjune). Im Hauptländerkomplex
Sibiriens find die atmojphärijhen Verhältnijje unregelmäkiger; mei[t
jind es da im Januar Südwelit-, im Zuli Nordoftwinde. Gefürdtet
jind Ddie Burane, die bhefonders als Schneeitürme groken Schaden
anrichten.
Entiprehend den zwifden fehr weiten Grenzen liegenden Hima-
tilden Berhältnifjen diejes Landes ijt das pflanzlidje und tierifche
Leben äuberit mannigfaltig. Es Iaffen lid beitimmte Zonen unter:
Icheiden.
Sn die arktijHe Zone gehört die Moostundra, dur) die Man
mutfunde bekannt, welde nur von Hunde und Renntiernomaden durch.
zogen wird, und die weftöftlide Taiga, welde in rund 1000 km breitem
und 4000km Iangem ‚Streifen ganz Sibirien durchzieht. Hier findet
fih die Lärche bis zum 70° nördlider Breite, weiter Jüdlid folgen
bie weiße Birke, die Zirbelkiefer, feltener die Fichte und im füblichen
Taigaltreifen die [ibirijde Tanne.
Hier Haufen die großen und KMNeineren NRaubtiere, Wölfe, Bären,
Eis- und Blaufücfe, Dacfe, und die wertvollen Belzierte: Zobel,
Hermelin, Eihhörnden, Biber, deren Zahl aber [tarf heruntergegangen
it, Jodann Sirjhe, Elentiere, Rehwild. Die Ähnlichkeit mit dem nörd-
liden Europa Ipringt in die Augen. Der Ural ift feine natürliche
Grenze zweier Weltteile.
Die europäifjgden Naturformen [ind nod) häufiger in dem welt
jibirifden Kulturftreifen anzutreffen, weider ih weitlid) bis
etwa zum 58° n. Br., im Olten nur bis zum 53° erjtredt.
Steppe wedhfelt hier mit Mildwald, nur in den jfüdliden Land
bergen trifft man mehr Nadelhölzer. Für Kulturgewächfe ijt der Boden
nicht immer aeeianet, andererleits mieder ijt er aukerorbentlid fruchtbar.