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bezahlten Arbeiter der weitlidgen Induftrie. Der allgemein niedrige
Kulturjtand und das volljtändige Fehlen von FahfHulen verzögerten
die Unpaljung aud) des Nadhwuchjes diejer Arbeiter an die [täbti[dhen
und befonderen Berhältnijfe indujtrieller Fabrikbetriebe, Es ijt jedoch
in den legten Jahren vor dem Kriege, und zwar dank dem Ein-
greifen ausländijder oder im Ausland ausgebildeter Fadleute, un
verfennbar ein etwas fOnellerer Fortjdhritt darin erzielt worden. U. a.
Hat fi unter den Arbeitern ein eigenes Standesbewuktjein heraus-
gebildet, obgleid ihnen eine Organijation in deutjdem Sinne behörd-
lid unterfagt war; au ihre Leiftungsfähigteit ijt gleichzeitig ge-
wachjen. Die rujfijde Indujtrie ftellte vorzugsweife Mafjjenprodukte
für den inneren Markt und in bejHräniktem Make für die Ausfuhr
nach) Mittelafien, nad) der Mongolei und nad) Perlien her. Für die
Ausfuhr nad) den weitliden Kulturländern famen nur SGummif[duhe
und Gummireifen in Betracht, in Oftalien dagegen verdrängte die japa-
niflde und die amerikanijhe Indujtrie immer mehr die rujjijden Er
zeugnifje. Eine Darjtellung der geographijdhen Verteilung der rufli-
iden Indujftrie vor dem Kriege Iajjen wir etwas [päter folgen. Bes
merit fei jedod) an diejer Stelle, daß durd den Krieg und die Ver»
[egung großer Betriebe, eine neue Lage gelchaffen worden ilt, die
lid) jeßt no) nidht überjehen läkt.
Die großen Induftriegentren vor dem Kriege, abgefehen von Finn-
[and, waren: der baltijHe Yndujtriebezirk, der jüdlide Teil Polens,
Moskau, das Gouvernement Iekaterinoflaw, das Donezbaflin, der
Ural, Baku mit Maikop und Grofuyj und die füdliden Abhänge
des Kaukalus. — Kukland nahm vor dem Kriege in bezug auf die
Erzeugung von Eijenerzen bereits die fünfte Stelle ein, nad) den Vers
sinigten Staaten, DeutjdHland, England und Frankreid. Die größten
Mengen an Subkeifen und Stahl wurden in Südrukland (65 %) er-
zeugt, dagegen gab der Ural nur 20 0%, während [ih die rejtlidhen
15 % auf Bolen und die übrigen Gebiete verteilten. Die Erze rührten
zum größten Teil aus dem Süden her, vornehmlid aus der Gegend
von Kriwoj RMog, dem Gouvernement Cherfon und dem zwijdhen Zeka-
terino/law und Nikolajew gelegenen Gebiet. Kriwoj Rog, Mariupok
und Kertich lieferten vor dem Kriege durh[Hnittlih jährlich 280 Millio-
zen Bud Eijenerze, dagegen der Ural nur gegen 80 Millionen Pud. Das
bedeutet aber nicht, dak der Ural weniger reih an Eijenerzen ijt, als
die Gegend von Kriwoj Rog; im Gegenteil, mır in den Iokalen BVBer-
Hältnijjen war die Urfade des Zurüdbleibens der Uralproduktion zu
Juden. Der Diltrift von Kriwoj Rog in einer Wusdehnung von zirka
10000 ha, wies allein 90 Hüttenwerfe auf, die das Eigentum von 40
ver[dhiedenen GejllidHaften bzw. Privatperjonen waren. Dieje Gegend
gerade Hatte, wie die naditehenden Zahlen zeigen, einen großen indu-
Die mwirtichaftliche Aukunft des Oltens >