Full text : Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

205 —

AM

1

T

TE

=

ı=z

h

MM

35

°C
te

TE
32
5

1:

3=z

5

2

=

er
Is
Fz

x

hergeben, die dort zur Hervorbringung wirt]dhaftlidher und Kultureller
Werte unerläßlig find. Und die WeltwirtjHhHaft verlangt nad) diejen
Werten. Die natürliden Reichtümer eines Landes bedeuten nichts, wenn
ber Menid) fehlt, der fie hebt. In der fjandigen Mark Brandenburg
znt{tand Berlin. Der reihe Boden der Jüdrulfildhen Steppe Iag brad,
bis deutfde Kolonijten ihn in Bearbeitung nahmen. Der Deutjche
im Ojten ift das Element der Ordnung und der [Haffenden Arbeit, das
Element der wirt/dhaftliden Initiative in Stadt und Land.
Sm weiten rulfifden Reid gab es feine Stadt, wo nidht Deutjhe
anzutreffen waren, im ftaatlidjen Leben faum einen Verwaltungsjweig,
 wo nicht deutide Tüchtigkeit und Gewiffenhaftigkeit gebraucht
wurde.
Die Deutjdhen der rullijhen Städte und der gebildeten Stände
gefrutierten [id aus drei Quellen: der deutjden Einwanderung aus
DeutjHland, der haltijdHen .Abwanderung und aus dem Zuzug aus den
deuten Bauernkolonien. Die beiden Reidhshauptjtäbte zählten unter
ihren Einwohnern ‚einflußreide Ddeutjde Gruppen — in Petersburg
über 50000, in Moskau gegen 20000, — Städte find an id Kon
iumenten lebender Menjdhen und darum auf |tändigen Zuzug angemwiejen;
 die rulfijden Städte waren aber aud) der Boden, auf dem
lid) das zugewanderte deutjde Volistum im Lauf der Jahre und
Generationen der Umgebung ajffimilierte. Am fAHnelliten ging diejer
AjjimilierungprozeH bei den neu zugewanderten RMeidhsdeutfhen vor
iO, am längiten erhielten [id) ihr Bolistum die Balten, wozu ihr
Sinn für ein forporatives Zujammenhalten viel beitrug.
Den Zufjammenhang der Deuthen inmitten einer fremden Umgebung
förderte bejonders die evangelijde GlaubensgemeinfdHaft und Kirdhlidhe Orzanifation.
 76% der Deut/dhen in Rukland waren evangeli[dhH-Iutheri[d,
3,6% evangeli[d)-reformiert, 13,5% römi[d-Latholijdh (an der Wolga und
im Süden) und 3,5% Mennoniten; der Reft verteilte [idH auf andere Befenntniffe,
 befonders auf Sekten. Eitland, Livland und Kurland Hatten ihre
eigenen Landeskirden-Organijationen — als evangelifdh-Iutherijhe Länder.
 Dem KurländildhHen Konlijtorialbezirt unterjtanden au in Litauen
und Weikrukland deutidhe Kirdengemeinden. Kongrek-Polen hatte feine
sigene evangelilde Landeskirche. Die übrigen deutjH-evangelijden Gemeinden
 Ruklands (ohne Finnland) fanden in den Konfijtorialbezirken
von Petersburg und Moskau ihre Zufammenfajhung. Un der Spike
itand das evangelilde General-Konfiltorium in Petersburg. Die Ausoildungsftelle
 der evangelilden Geiltlidhkeit ganz Ruklands war die
theologijdhe Fakultät der Univerjität Dorpat.
Die fatholijden deut/den Gemeinden wurden nach ihrem Ent:
teben anfangs von Yefuiten, dann von polnijden Geijtliden bedient,
bis die Gründung einer deutfHh-Iatholijdhen Diözeje mit dem Sig in
Die mirtichaftliche Zukunft des Oltens I
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.