Full text: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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waren, und er auf feinem Lauf teils recht waldreicdhe, teils jehr frucht- 
bare Gegenden berührte, war der Schiffsverkehr auf ihm ein entjpredenD 
reger. Erzeugnijje der metallurgijhen Werke von WerdHnednjeprowik, 
[andwirt{dHaftlide Majdinen aus den Fabriten von Yekaterinojlaw und 
Mexandrowff, Zuder aus den in Kiew und hei Kiew gelegenen Raf- 
finerien bildeten auker Getreide und Holz den Hauptbejtandteil der 
hier flußauf- und abwärts zum Berfand gelangenden Waren. Kurz 
vor der Mündung des Dnjepr ins Schwarze Meer liegt Cherfon mit 
neugefhaffenen Hafenanlagen, die die größten Dampfer aufzunehmen 
'mjtande waren. Nad) Roftow war Cherfon der zweitgrößte AWusfuhr- 
Hafen für Getreide. Der Bug und der Dnjejtr fpielten als Zufahrt- 
itraben für Getreidefrüchte eine ganz wefentlide Rolle. An der Mün- 
dung des Bug liegt Nikolajew mit den größten Jüdrulfiihen Werften 
und Reedereien. Weiter weitliH an der Schwarzmeerküfte liegt Odella. 
— Trog feiner Vorzüge in bezug auf die Lage zum Bosporus, nahm 
Ddefjas Ausfuhrhandel während der legten Yahre vor dem Kriege 
;tändig ab, während die benachbarten Hafenjtädte einen ent]predjenden 
Auflgwung zu verzeidhnen Hatten. Lebens- und Genußmittel, die in 
Ddefja zur Ausfuhr gelangten, betrugen einjtmals ?2/, feines ganzen 
Handels. Seit Schaffung der neuen Hafenanlagen in Cherfon und nach- 
dem der Hafen von NMikolajew eine bedeutende Verbefjerung erfahren 
Hatte, berührte Odefla nur nod) ein Teil der den Dnjepr und Bug 
herunterfommenden Getreidebarken, Cherjon und Nikolajew Hatten einen 
deträchtlidhen Teil des Handels von Odefja an [ih geriffen und waren 
außerdem die Hauptexporthäfen für Zuder, Neben den eben erwähnten 
Hafenftädten des Schwarzen Meeres hatten aud Noworoflijf und Ba- 
ium für den Außenhandel eine gewijje Bedeutung. Hier Löfchten die 
aus NMordrukland und Wefjteuropa kommenden Dampfer die Waren, 
die einerfeits für das Kubangebiet und das Gouvernement Stawropol, 
andererjeits für den ganzen Iranskaukajus bis an das Kajpijdhe Meer 
dejtimmt waren. Zurüd wurden die Dampfer mit den Naturerträg- 
aiflen des Hinterlandes von Nowsroflijk, in Batum dagegen mit Naph- 
tha und Petroleum befracdhtet; eine direkte Petroleumleitung von Baku 
bis Batum ijt zu diefem Zwede vor etwa zehn Jahren gelegt worden. 
Un anderen, jedoch wenig oder gar nidht bedeutenden Hafenplägen be- 
janden fid) im Schhwarzmeergebiet Sewaltopol, Yalta, Feodoljia, Kert[dh, 
und Mariupol. (Val. au) die befonderen Ausführungen über das nörd- 
üche Eismeer, die Oftfee, das Schwarze Meer und das Kalpiidhe Meer.) 
Der Norden Ruklands war im BVergleihH zum Süden weniger 
teid an großen und verfehrsreiden Schiffahrisitraken. Die Düna, die 
in die Oltjee flieht, war nur in ihrem unter[ten Lauf für größere Schiffe 
zu benußen, und zwar von ihrer Mündung bis Niga, alfo auf einer 
SGejamtitrede von faum 13 km. In ihrem Mittellauf bis Yakobitadt
	        
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