Full text: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

diefer beiden Kanäle und dem Fluß Woldhow bis zur Mündung in den 
Ranal Peters des Großen. Es ijt durd) den Wyjdherakanal 1845 km 
lang und fteht behufs Waljerverforgung mit mehreren Seen in Ver- 
bindung. Diefes Syftem wurde für direkten Verkehr nicht mehr be- 
nußt, hatte aber Bedeutung für den Lokalverkehr. 
Das Herzog-Alexander-von-Württemberg-Kanal- 
initem, in den Gouvernements Nowgorod und Wologda zur Ver» 
bindung der Wolga mit der Dwina, befteht aus einer Reihe von Künit- 
(id) mit einander verbundenen Seen und Flükdhen, die von der Schefjna 
(Nebenfluk der Wolga) zum See Kuben]koje (393,3 qkm) führen, dem 
die Sucdhhona, ein Quellfluß der Dwina, entjtrömt; die Gejamtlänge 
des Kanaljyjtems beträgt 696 km. Davon kommen 31km auf Kanäle 
und 28 km auf fanalijierte Flüjfe. Ein Hafen ijt bei Kirlow. Es 
verfehrten meilt Kähne und Flöße, beladen mit Getreide von der 
Wolga, [owie mit Sdhießpulver und anderen Militärbedürfnijjen, vom 
Onegafee her. Der Kanal wurde 1825 bis 1828 erbaut und nad dem 
damaligen Minijter der Berfehrswege, Herzog Alexander von Württem- 
berg, benannt. 
Der Augultowo-Kamal zwijhen Weidhjel und Njemen. Die 
Berbindung wird hergeltellt durch den Narew, einen Nebenflukz des Bug, 
der in. die Weidhjel mündet, den Bobr, einen Nebenfluk des Narew, 
in den die Metta fidh ergiekt; dann folgt der Kanal (gegen 200 km 
lang mit 21 Schleujen), der zur Ijdhernoganjha, einem Nebenfluß des 
Niemen führt, Diejes Kanaliyjtem diente feit der Erbauung von Eijen- 
bahnen nur dem Lokalverkehr. 
Die Kanäle find alle für heutige Anfjprüdhe von zu geringem 
Profil, ihre Unterhaltung ijt zudem vernachläffigt und fie find meilt 
itart verjandet und verjdlammt. — 
Das nördlidHe Eismeer, Diefes litt verfehrsgeographifd [o- 
wohl unter feiner Entlegenheit, wie unter der langen, 7—8 Monate 
ındauernden Eisbededung. Um widhtigjten war feine füdweltlide Aus- 
bucdtung, das WeiHe Meer, das von den dichter befiedelten Teilen 
Rußlands am bequemiten zu erreiden war und auch etwas weniger 
[ange dur) Eis verfhlojjen blieb. Der einzige große Hafen Ardhangelft 
jt über die Hälfte des Yahres durH Eis verfhlojfen und dabei von 
den eigentliden Siedelungs- und Produktionsgebieten fehr weit ent: 
fernt gewefen. Yur eine, und obendrein einfpurige und [Hmalipurige 
Eijenbahnlinie ftellte die Verbindung her. Mit der Gründung Peters 
burgs, der Gewinnung Rigas und der übrigen baltiflden Hafenjtädte 
hatte die Schiffahrt im nördliden Eismeer den größten Teil ihrer 
[rüheren Bedeutung verloren; noch nicht 1% des auswärtigen Handels 
ging über Ardhangelit, 
Die Oltfeefdhiffahrt war jHon in den Tagen der Hanfa von
	        
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