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faum pafjlierbar, aber fehr lebhaft war dagegen der Verkehr im Winter
auf Schlitten. —
Die ftark entwidelte Binnen[dHiffahrt bedeutete ohne Zweifel eine
Hemmung für den Bau von Eijenbahnen, der erjt in den 80er Jahren
in größerem Umfange aufgenommen wurde, Aud) Iurz vor dem Kriegs:
ausbrud) war das rujlijdhe Eijenbahnneg im europäifjdhen Rußland ver-
Hältnismähig jehr weitmajdig, da auf die gleide Fläde Land ungefähr
nur ein Zehntel der Stredenlänge entfiel, die in Deutjdland damals
beitand. Da aukerdem hei dem rufjijdhen Eijenbahnbau die BVerkehrs-
rüdfidten im allgemeinen hinter die [trategijdhen zurüdgejtellt wurden,
waren große Streden wirtjdhaftlid fajt nuglos. Iedenfalls wäre die
Bedeutung der Eijenbahnen für den inneren Verkehr mit umfjang-
reichen Neubauten noch ganz erheblich zu [teigern gewejen. Ihrer ratio»
nellen Ausnußung ftand freilid aud) der Mangel an Landjtraken im
Wege, die, wie bereits erwähnt, außer in einigen Grenzgebieten, wo
militärijdge Gründe berüdjichtigt wurden, und einigen vor CEinfüh-
ung der Eifenbahnen gebauten Hauffierten Straken, in einem heillojen
Zuitande waren. Bei Ausbruch des Krieges waren im europäijdhen
Rußland etwa 64052 km im Betrieb (einjdlieklid) der fibirijdhen Eijen-
bahn). Davon entfielen 43923 km auf die Staats- und der Refjt auf
die Privateifenbahnen. Über 5000 km neuer Bahnlinien waren vor dem
Kriege im Bau, während die Konzeffionen zum Bau von weiteren
21000 km von jeiten des Staates aud [Hon erteilt waren. Die meilten,
größten und bedeutendjten Linien gingen von Moskau, der alten Nefi-
denz, aus, oder führten über Moskau. Hauptlinien waren: 1. die
Nikolaibahn von Moskau nad) Petersburg; 2. die Bahn nad Wologda
und von Wologda nad) Archangeljk, Iektere aber feine Normalbahn;
3. von Moskau über Smolen[k, Minfjk nad WarjhHau; 4. von Moskau
über Kaluga, Kiew nad) Odelja; 5. von Moskau über Iula, Orel,
Kurt nad) Charkfow, mit Anjhluß nad der Krim; 6. von Moskau
über Rijafan, Woroneld nad Roltow am Don mit AnjhHluk an die
faufafilde Bahn über Wladikawias nad) Baku; 7. von Moskau über
Tambow oder Penia nad) Sarataw oder Samara und weiter zum
Ural; 8. von Petersburg über Wologda, Wijatia, Perm nad) Ieka-
terinburg; 9. von Petersburg über Plesiau (Plfow), Dünaburg (Dwinft)
nad) War]hau. —
Auer der bereits erwähnten Bahnlinie Ro[tow—Wladikawias-—
Baku, der Jogenannten MWadikawkasbahn, war die mit diejer in engem
Zujammenhange |tehende Transiaukafilde Bahn, die von Baku aus-
ging und über Tiflis nad) Batum und Poti führte und die einzige
direkte Verbindung zwijdhen dem Kafpiidhen und Schwarzen Meer vor-
{tellte, von ganz bejonderer wirtjdhaftlider Bedeutung. Die Schaffung
einer Berbindungsbahn zwijchen diejen beiden Hauptverfehrsadern über
Die wirtfdhHaftlige Zukunft des Ojtens