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Ein großer Teil der Gutsländereien liegt, wie bereits bemerkt,
gegenwärtig brad, der Bauer hat Teineswegs überall das Gutsland
an fig gebradt oder gar in Bearbeitung genommen, dazu fehlte es
im an notwendigen, Landwirt hHaftliden Majdinen, an BiehH und men[dh-
iden AYrbeitsiräften. Wber jelbjt da, wo der Bauer jeinem eigenen
Beliß größere Teile des benachbarten Gutes angegliedert hat, liegt
das „neuerworbene‘“ Land brad). Und oft genug nidt nur diefes,
jondern jelbjt ein Teil des eigenen früher bearbeiteten Landes. Denn
wir wijjen, dak der Rüdgang der bejäten Unbauflädhe immer weiter
andauert und wie aus boljdhewijtijden Zeitungen zu erjehen war,
dereits im Jahre 1919 dazu geführt Hatte, bak in einzelnen Gouverne-
ments verglidgen mit 1916 die Anbauflähe um weitere 50% hıin-
untergegangen war. Was übrigens die Vernichtung des Grokgrund-
Dejikes bedeutete, geht aus der Tatjadhe hervor, daß beinahe ein
Drittel der Anbaufläde der wicdhtigjten Getreidearten im europäijdhen
Rußland auf die im Privatbelig des AWbels bhefindliden Ländereien
entfiel. Dieje Güter bracdyten alljährlid etwa 200 Millionen Bud an
Roggen und Weizen auf den Markt, Ziehen wir ferner die Tatjache
in Betracht, dak die Produktivität des im Belige des Wdels. und
überhaupt in nicdtbäuerlidgen Händen befindlidhen Landes im Mittel
(1905—1910) um 25% Höher als die der häuerlidgen Wirt{Haften
war, jo ergibt [id einwandfrei, dak dur die Agrarreform der Bol
idewijten gerade die am Beften bewirtfdhafteten und leijtungsfähig ten
[andwirt[HaftlihHen Betriebe vernichtet worden find. Der Boljdhewilt
Bronjti (Warjdawiki) *) hat daher bereits im Iuli 1918 damit ge
rechnet, dak ein Teil der erwähnten Gutsländereien nicht bejät werden
würde und daher vor allzu optimijtijHen Hoffnungen bezüglidh der
Zukunft der rullijdhen Landwirtihaft gewarnt und die Leute verlpottet,
die an die Möglichkeit eines baldigen Exports von Getreide glaubten.
Er hat wohl nit geahnt, daß mehr als ein Jahr [päter — nachdem
die Zerrüttung der ruflijdhen Landwirt]haft rapide weiter fortgejdHritten
war — man in gewifjen deutjden Kreijen fi gewaltigen Hoffnungen
gerade bezüglid der Ausfuhr von Getreide aus der Sowjetrepublif
nad) Deutjdhland Hingeben würde. Die troftloje wirt/Haftlide Lage
Sowjetrußlands, für das die YWufnahme von Handelsbeziehungen mit
dem Wejten eine Lebensfrage ijt, hat dann denfjelben Bronfjki veranlakt,
im Februar 1920 in der „Eionomitjdhejfaja Shifn“ die Ausfidten der
Aufnahme wirt[dhaftlider Beziehungen zwijden Sowjetrukland und Weit-
zuropa als gerade für lekteres hefnnders vorteilhaft hinzujtellen und
bezeichhnenderweije gerade die Maknahmen der Sowjetrepublik auf dem
Gebiete des Agrarwejens als bejonders förderlidH für die Aufnahme
*) Bote des VBoltstommiffariats für Handel und Indultrie.