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Bor dem Kriege befaß Rukland ein Eifjfenbahnneg von etwa
58000 km, mithin gegen 112 km auf 10000 qkm, während in Deut[dh-
land auf 10000 qkm etwa 1160 km fommen. Über die gegenwärtige
Ausdehnung des rujliflden Eijenbahnneges liegen feine abjolut zuver-
läffigen Daten vor. Nad mit VBorfiht aufzunehmenden Angaben der
„Eionomitfdheffaja Shifn“ betrug die Länge des Eijenbahnnekes der
Sowijetrepublit im April 1920 — 53257 Werjt (1 Werjt = 1,06 km).
— Die Zerrüttung des rullilden Eifenbahnwejens datiert nidHt von
Heute, Jie hat jhon während des Weltirieges begonnen. Bereits im
Sanuar und Februar 1917 wurde über ein rapides‘ Anjdwellen der
Zahl der nicht betriebsfähigen Lokomotiven und Eijenbahnwagen ge-
ffagt. Die Märzrevolution brachte einen weiteren Verfall des Eijen-
bahnwefens. Diejer Verfall trat nad) der holidhewijtijden Revolution
hejonders Irak zutage und zeigte fi neben einer zunehmenden UAb-
nußung des rollenden Materials, in Beforgnis erregender Abnahme
der Heizmaterialvorräte, völliger Berftopfung einzelner Eijenbahninoten-
punkte und ftellenweijer Einjtellung jeglider Arbeit in den Reparatur-
werfitätten. Die Zahl der „Franken“, d. h. nicht betriebsfähigen Lokp-
motiven betrug laut dem Blatte „Najh Wei“*), dem Organ der Ka-
detten (Konftitutionelle Demokraten), am 1. Oktober alten Stils 1917
bereits 5551 und ftieg am 1. November a. St. desjelben Yahres auf
5975, Die Gejamtverladung hinter der Front, die von April bis Ok-
tober tägligy durdhjehnittlidh 19500 Waggons betragen Hatte, fiel im
Oftober auf 16627 und im November auf 14224 Waggons pro Tag.
Der Rüdgang für zehn Monate betrug 2400000 Waggons, im Monat
November, d. h. dem eriten Monat nad) der boljdhewijtijdhen Revolu-
tion betrug er 500000 Waggons. In den Depots und Werfkitätten
Häuften fig die Dieb jtähle, ganze Züge mit Lebensmitteln wurden
ausgeraubt, Bahnhöfe überfallen und in Brand gejtedt, Über die
Entwidlung, die diefer Berfall des Eijenbahnwefjens feitdem genommen
hat, Ionnte Rykow auf dem dritten Kongreß der Sowjets der Bolis-
wirtidhaft im Sanuar 1920 ein wenig anziehendes Bild entwerfen.
Während au in den [Hlimmiten Zeiten die Zahl der nicht hetriebs-
fähigen Lokomotiven nie mehr als 15% betragen habe, 3ähle man
jeßt zu Beginn des Yahres 1920 in der Sowjetrepublit 59,5% „‚Fran-
fer“ Lokomotiven. Au die Zahl der Infjtandjekungen von reparatur-
bedürftigen Lokomotiven [infe rapide. Vor dem Kriege habe die
Zahl der reparierten Lokomotiven 8% betragen, nad) der boljdhewifti-
jden Nevolution fjei diejer Prozentfag bis auf 1% gejunien. Die Zahl
der wieder injtand gefeßten Lokomotiven helaufe fi jeBt auf 2%. Ry-
iow fagt u. a. wörtlich:
*) Nr, 26 vom 13. Yanuar 1918,