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V. Die Bevölkerung nach dem Religionsbekenntnis.
Die Bewohner des hamburgischen Staates und der Stadt Hamburg am 1. Dezember 1910
nach den einzelnen Religionsbekenntnissen.
Schluß v. Tab. 25.
Religionsbekenntnis
Bewohner
Hiervon über
14 Jahre alt
überhaupt
männlich
überhaupt
männlich
Monisten
Stdt.
65
44
55
40
Anhänger der Wissenschaft
?5
4
3
3
2
Ethical
n
1
1
1
1
Theosophen
5
3
3
2
Rationalisten
2
2
2
2
Pantheisten
1
1
1
1
Theisten
1
—
1
—
Spiritisten
JJ
1
1
1
1
6. Keiner bestimmten konfessionellen Richtung Angehörende.
f Stdt.
Ld.
(Staat
»4S5
5 679
6325
4 593
W ohnbevölkerung
241
IÖI
182
134
8 696
5 840
6 507
4 727
f Stdt.
8461
5 694
6 331
4 610
Ortsanwesende
1 Ld.
247
165
188
138
[Staat
8 708
5 859
6 519
4 748
und zwar (von den Ortsanwesenden)
f Stdt.
5102
3 339
3 810
2 686
Konfessionslose
1 Ld.
155
95
113
75
(Staat
5 257
3 434
3 923
2 761
Ohne Konfession
Stdt.
8
5
7
5
Bekenntnislose ;.
2
2
2
2
Ohne Bekenntnis
»
3
1
2
1
(Stdt.
359
253
270
213
Religionslose
L Ld -
12
9
9
8
(Staat
371
262
279
221
f Stdt.
1900
1310
1 394
1 045
Ohne Religion
<• Ld.
56
38
43
33
(Staat
1956
1348
1437
1078
Keine Religion
Stdt.
119
74
91
63
Ohne
58
50
51
46
Keine
87
63
66
51
Frei und Frei davon
3
1
3
1
Ungläubig
5
4
2
1
üngetauft und Nicht getauft
r>
54
34
6
5
I Stdt.
694
509
577
450
Dissidenten
L Ld -
22
21
21
20
(Staat
716
530
598
470
f Stdt.
67
49
50
41
Atheisten
{ Ld.
2
2
2
2
(Staat
69
51
52
43
7. Ohne Angabe.
(Stdt.
502
327
375
268
W ohnbevölkerung
! Ld.
(Staat
59
38
55
34
56i
365
43°
302
(Stdt.
625
457
494
394 ■
Ortsanwesende
< Ld.
57
37
53
33
(Staat
682
494
547
427
*• «
t : *
* | *
0 *
* -
Die seit 1871 beobachtete regelmäßige Zunahme
des Prozentanteils der „Christen überhaupt“ hat sich
im Jahre 1910 nicht wieder ergeben. Die besonders
starke Zunahme dieses Prozentanteils zwischen 1871
und 1880 ist darauf zurückzuführen, daß im Jahre
1871 eine verhältnismäßig hohe Anzahl von Per
sonen eine Angabe über ihr Bekenntnis nicht ge
macht hatte. Aus demselben Grunde wies auch der
Prozentanteil der „Evangelisch-Lutherischen“ in der
Zeit von 1871 bis 1880 eine Zunahme auf. Geringer
Zuzug bei den Juden und starke Zuwanderung be
sonders bei den unverheirateten männlichen Katho
liken führten in dem Zeitraum von 1871 bis 1900 zu
einer völligen Umtauschung des Prozentsatzes der
Angehörigen beider Bekenntnisse. Diese Entwick
lung hat sich, wie aus der Zusammenstellung hervor
geht, noch weiter verschärft. Die nachstehenden,
den Zählungsergebnissen der letzten 40 Jahre ent
nommenen Zahlen bezüglich der Angehörigen dieser
beiden Konfessionen geben ein anschauliches Bild
dieser Entwicklung.
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