Full text : Tote und lebendige Wissenschaft

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Durcheinander  augenblicklicher  Nachfrage-  und  Angebotsschwankungen ­
  (s.  o.  S.  68  f.),  sondern  die  Ganzheit  der  Volkswirtschaft
ist  die  Grundlage  der  Preisbildung.  Damit  wird  aber  die
universale  Zurechnungslehre,  indem  sie  von  gegebenen  Werten
auf  die  Glieder  zurückgeht,  indem  sie  sowohl  die  Organlehre
  des  Betriebes,  wie  die  Organlehre
der  ganzen  Volkswirtschaft  und  Weltwirtschaft
ist,  die  eigentliche  und  maßgebende  Preislehre!  Gewiß  äußert
sich  auch  die  Zurechnung  in  den  subjektiven  Wertschätzungen ­
  der  Betriebs-  und  Haushaltsführer;  aber  ihre
Schätzungen  sind  nicht  isolierte  Wertungen  einzelner  Güter,
sondern  gründen  sich  auf  die  Gliederung  der  gesamten  Betriebs- ­
  und  Haushaltsmittel,  sie  sind  Zurechnungen  aus  dem
Leistungsganzen  der  Gebilde  nach  dem  Grundsätze  der  Gleichwichtigkeit ­
  (s.  S.  74).
Die  Preislehre  der  Marktvorgänge,  wie  sie  z.  B.  in  Böhm-Bawerks
  Pferdemarktformel,  und  überhaupt  im  sog.  „Gesetz
der  Grenzpaare",  sich  darstellt,  hält  bei  genauer  Untersuchung
nicht  stand^).  Die  Preislehre  muß  in  Zurechnungslehre  aufgelöst ­
  werden:  Die  bisherige  Marktpreislehre
kann  man  nur  als  eine  Lehre  über  gewisse
markttechnische  Einzelheiten  gelten  lassen,
sie  kann  nur  eine  Hilfslehre  sein  für  die  Zurechnungstheorie.
Wie  die  Gliederung  der  Leistungen  das  Erste  ist  und  die  Preise
das  Abgeleitete  sind,  so  ist  im  Gebiete  der  Preise  die  Zurechnung
das  Erste,  und  die  Marktpreise  das  aus  der
Zurechnung  im  Betriebe  und  der  höheren
Zurechnung  im  Ganzen  der  Volkswirtschaft ­
  sich  erst  in  Konkretion  der  jeweiligen
Marktsorm  und  Markttechnik  Ergebende
und  Ableitende.  Denn  „Wert"  ist  nur  möglich  als
gegliederter  Wert,  als  Teilwert  eines  Gebäudes,  einer  Ganzi)

  S.  oben  S.  66  f.,  71  f.
            
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