Sind z. B. 20 Ellen Leinewand gleich 1 Rock oder gleich
X Mark, so ist der Preis von 20 Ellen Leinewand 1 Rock.
Damit wird der Preis genau so, wie der Tausch, mit dem
er ja nach dieser Auffassung eigentlich einerlei ist, erklärt; nämlich
genau so individualistisch als Zusammentreffen und „Relation"
einzelner Waren oder Handlungen. — Dasselbe geschieht,
wenn es heißt, der Preis sei „von Angebot und Nachffage
abhängig", denn das bedeutet individualistisch doch nur:
von Tauschware und Gegenlauschware = von der Summe
aller Tauschhandlungen. Nach welcher besonderen „Gesetzmäßigkeit"
diese Summierung der Tauschhandlungen geschieht,
versuchen dann die verschiedenen individualistischen
Preistheorien je in ihrer Weise zu ermitteln. Aber sowohl
bei Ricardo wie bei Böhm-Bawerk und bei allen, die zwischen
ihnen stehen, sind es die Tauschhandlungen der Einzelnen,
aus denen sich der Pre's ergibt. Ja hier ist Böhm-Bawerk
in gewissem Sinne noch individualistischer als Ricardo und
Marx, da bei den letzteren der Güterwert (obzwar die Tauschhandlung
nur dem Einzelnen zugerechnet wird) grundsätzlich
durch eine objektive Tatsache, nämlich die in ihr steckende Arbeitsmenge
bestimmt ist; bei Böhm dagegen nur die Schätzungshandlungen
der Einzelnen allein (in ihren Verschlingungen
mit anderen) den Preis ergeben.
Anders unsere vom Ganzen ausgehende, die universalistische
Auffassung. Ist der Tausch (wie wir oben S. 56 f. ausführten)
nur eine bestimmte Weise organischer Verbindung von Stufen,
Betriebsgruppen und Erzeugungszweigen der Volkswirtschaft,
ist er nur die Plattform der Verbindungs- und Auseinandersetzungsvorgänge,
auf welcher vorgegebene Ganzheiten konkretisiert
werden, und ist er in dieser vermittelnden Aufgabe
und in diesem Sinne gleichsam selbst ein Organ, dasjenige
Hilfsorgan, das zuletzt die Ganzheit im Rahmen der Volkswirffchaft
hinstellt und zur Erscheinung bringt — dann ist