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Das Rothschildsche Zweiggeschäft in Kassel.
56. Marbg.: Oberrentkammerprotokoll, 1802, Quartal 3, Nr. 13329.
57. In einem Verzeichnis der in Kassel befindlichen Glieder der jüdi
schen Gemeinde vom 1. Mai 1808 findet sich unter Nr. 69 der Eintrag:
„Amschel Mayer Rothschild nl| wohnt zu Frankfurt a/M, verheurathet.
Stehet in der Vermögens Anlage mit Rthlr. 1600.“ Nach demselben Ver
zeichnis stehen höher in der Vermögensanlage: Michael Simon Meylert
(letzteres sein später angenommener Beiname), Bankier, mit 2500 Rtlrn.;
Moses Joseph Büding (offenbar der in Marburger Akten erwähnte Oberhof
agent Moses Joseph, da Büding ein später angenommener Beiname ist),
Bankier mit 1800 Rtlrn.; Samson R. Goldschmidt (letzteres Familienname),
Bankier und Warengeschäft, und Levy Feidel (letzteres Familienname),
Bankier, beide mit 1700 Rtlrn. Das Verzeichnis umfaßt 139 Nummern,
wobei auch die Witwen der Gemeindemitglieder aufgeführt sind. AIs wohn
haft in Frankfurt a. M. wird unter Nr. 17 noch David Feidel, Bankier, ohne
Vermögensanlage erwähnt. Vgl. Stadtarchiv zu Kassel Ad Nr. 30. General
sachen (E. 360).
58. 26. Juli 1823. Akte der Isr. Gern, zu Kassel.
59. Marbg.: Akten des Ministeriums des Innern. Meyer Amschel
Rothschild aus Frankfurt Rezeption in d. Schutz d. Residenz; Rothschild
contra Vorsteher der Isr. Gemeinde zu Kassel 1828; Rothschild contra Vor
steher der Isr. Korporation in Kurhessen 1821; Kassel: Archiv der Isr. Ge
meinde. 62. Akte von Rothschild in Frankfurt a. M. 1822—1829.
Die Rettung des kurfürstlichen Archivs und des kurfürstlichen
Vermögens in den Jahren 1806 und 1807.
60. Ich schließe das nicht nur aus den öfters zitierten Äußerungen
von Zeitgenossen (vgl. Kapp, Fr., Der Soldatenhandel deutscher Fürsten
nach Amerika, 1874, S. 177ff.; Lowell, E. J., Die Hessen im Kriege gegen
Amerika, Braunschweig 1901, S. 18—22), sondern auch aus den Eindrücken,
die der Magister Laukhard im Herbst 1776 auf seiner Fußreise nach Jena
im Gebiet von Hessen-Kassel empfing (Leben und Schicksale, T. 1, 1792,
S. 187—189).
61. Marbg.: Bestechung des Lagrange 1806—1807, Bl. 19. Mit zwei
sechsspännigen Karossen und einem Kurier- oder Reitpferd reiste der Kur
fürst über Arolsen, Pyrmont, Hameln, Neustadt, Soltau, Harburg, Altona,
Pinneberg, Elmshorn, Izehoe und Rendsburg. Am 7. November kam er mit
fünf Lakaien in Schleswig an. Vor Altona und vor Itzehoe war jedes Mal
eine Achse gebrochen (Marbg.: Rechnungen).
62. Brunner, General Lagrange als Gouverneur von Hessen-Kassel,
1897, S. 1 ff, 52.
63. Zwei Grafen und zwei Gräfinnen von Hessenstein, Kinder des
Kurfürsten und der Freiin Caroline von Schlotheim. Natürlicher Sohn des
Kurfürsten von Heimrodt, geadelt um 1775 (Siebmacher). Fünf Freiherren
und zwei Freiinnen von Haynau, Kinder des Kurfürsten und der Rosalie
Dorothea Ritter aus Biel in der Schweiz, die durch kaiserliches Diplom vom