Full text: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Verzeichnis der aus den beym Legations Rath Jordis in Frank 
furth aufbewahrten Kisten, von den Unterzeichneten, gemeinschaftl. 
abgenommenen Sachen: 
Bemerkungen 
1. ) Die Caution für den in Cassel verstorbenen Ober Rentmeister 
Capitaine Haussmann mit sämtl. Anlagen. 
2. ) Neun Kaiser! Östreich. Bethmannsche Obligationen mit den 
Zins Coupons über 1000 fl im 20 fl füs jede; dem Stifte Fritzlar 
gehörig. 
3. ) für die Camer Sportel Gasse: 
a. ) Sechs Landschaft!. Bayersche Obligationen jede über 500 fl. 
ohne Zins Coupons, welche sämtl. den Iten Septbr 1807 fällig sind. 
b. ) Eine König!. Dänische Bethmannsche Oblig. vom löten Juny 
1802. über 1/m fl im 20 fl füs mit Zins Coupons 
c. ) Sieben dergl. vom 2» Aug. 1802. jede über 1/m fl. im 20 fl. 
Füs, mit Zins Coupons. 
d. ) Sieben dergl. vom 1. May 1806. jede über 2 fl. im 20 fl. füs 
mit den Zins Coupons. 
e. ) fünf dergl. vom IW May 1806. jede über 500 fl. im 20 fl füs 
mit Zins Coupons. 
f. ) drey Herzog!. Mecklenburgsche Obligationen vom U Aug. 1804. 
jede über 1/m rf in Ld’or mit den Zins Coupons, 
g) drey dergl vom 11 Sept. 1804. jede über 1/m rf in Louisd’or 
mit den Zins Coupons. 1 ) 
4) Zwey Päcke mit Mili- \ Diese hat der Geh. Kriegsrath Buderus v. Carls- 
tair Wittwen Gassen | hausen zur Bewürkung der oft erforderlichen 
Obligationen [aus Kiste Umtauschungen bey den Unterpfändern ab und 
Nr. 18] I zu sich in Verwahrung genommen. 
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5.) Die Kiste mit N° 3 bezeich 
net, in welcher sich, zu den 
Unterpfändern der Finanz 
Räthe Ruppe» et Harnier 
noch gehörige Obligationen 
befanden [Weiteres enthielt 
diese Kiste nicht.] 
Diese Oblig. sind dem Arch. Galland zur 
Ablieferung an den Geh. Kriegs Rath 
Lennep zur Vollendung des ihm gdgst 
übertragenen Geschäfts [betreffend die 
Unterpfänder von 4 Bankhäusern] in 
Sechs Päcken ausgehändigt worden. 
r) Die Nominalsumme der Obligationen von der Oberrentkammcr- 
Sportelkasse belief sich auf 34 800 fl. Buderus fragte unterm 28. Juni 1807 
bei der Oberrentkammer an, ob diese Obligationen zur Erhebung der Zinsen 
für den Kurfürsten überlassen werden könnten. Unterm 23. November 1807 
brachte er die Sache in Erinnerung, erhielt aber keine Antwort, weil man in 
Kassel, wie es scheint, die Kammersportelkasse als ein Privatinstitut ansah. 
S. Buderus’ Rechnung 1807 S. 43 f.
	        
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