Full text : Zur Geschichte und Theorie des Bergregals und der Bergbaufreiheit

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Die  Urkunde  23  vom  29.  April  973  betrifft  die  Schenkung  des
Ortes  Tutinsoda 1  durch  Kaiser  Otto  II.  an  seine  Gemahlin  Theophania.
Für  die  Urkunde  24 1  2 ,  welche  die  Schenkung  der  Salinen  zu  Halle
und  Giebichenstein  von  neuem  bestätigt,  ist  zu  wiederholen,  was  zu
Urkunde  20  ausgeführt  wurde.  Die  Urkunde  24  ist  von  Otto  II.  am
5.  Juni  973  ausgestellt.
In  der  Urkunde  25 3  überträgt  Kaiser  Otto  II.  im  Jahre  978  dem
Bistum  zu  Brixen:
„Curtem  Fillac  et  castellum,  cum  ecclesia,  banno,  mercato,
moneta,  teloneis,  pontibus  cum  salinarum  fontibus,  in
regione  carinthina  in  comitatu  Hartwici.“
Die  Urkunde  26 4  5  betrifft  Schenkungen  von  Privatpersonen  Uber
Salzpfannen,  oder  Pfannenstellen  —  steht  mithin  nicht  im  Widerspruche
mit  dem  Bergregale,  und  dies  um  so  weniger,  als  von  den  hier  in
Frage  kommenden,  um  Salzburg  gelegenen  Hallstätten  (Reichenhall,
Hallein,  Hall)  bekannt  ist,  daß  sie  nicht  der  Verfügung  des  Oberflächenbesitzers ­
  unterstanden  haben 6 .
Die  Urkunden  27,  28  und  29°  betreffen  Schenkungen  von  Salzquellen ­
  und  Salzpfannen,  welche  König  Heinrich  II.  zu  frommen
Zwecken  vornimmt.
Durch  die  Urkunde  30 7  vom  18.  April  1016  überläßt  König  Heinrich ­
  II.  seiner  Nichte  Hemma  und  deren  Sohn  Wilhelm  die  Bergwerke

auf  deren  eigenen  Besitzungen  mit  den  Worten:
„Wilhelme  comiti  nec  non  et  Dominae  Hemmae  ....  tertiam
partem  salinae  nostrae  in  valle  admontensi  Nec  non  et

omnes  fodinae  cujuscunque  metalli  et  Salinae,  quae  in  suis  bonis
reperiuntur,  usibus  eorum  subjaceant.“

1  Soden  bei  Allendorf  an  der  Werra,  s.  zu  Urkunde  82.
2  Dreyhaupt  I  20.
3  v.  Koch-Sternfeld  1  64,  II  269,  270.  Die  Urkunde  findet  sich  in  den  Mon.
Boic.  XXVIII  p.  230.
4  Juvavia,  Anhang  p.  244.
5  Vgl.  v.  Koch-Sternfeld  II  294.
0  v.  Koch-Sternfeld  II  155,  156,  272  ff.
7  v.  Koch-Sternfeld  II  273.  Böhmer  in  den  regestae  regum  atque  imperatorum
  inde  a  Conrado  I.  usque  ad  Henricum  VII.,  Frankfurt  1831,  No.  H49>
S.  59.  v.  Muchar  III  96,  104.  Waitz  VIII  270.  Vollständig  findet  sich  diese  Urkunde
mit  dem  richtigen  Datum  vom  18.  April  1016  im  Urkundenbuch  des  Herzogtums
Steiermark,  Graz  1875,  No.  38  S.  45,  46.
Arndt,  Bergregal.  jq
            
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