Full text : Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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das  vierte  dänische  Anlehen  vom  1.  Dezember  desselben  Jahres
bestritten  wurde.  Die  Verhandlungen  über  die  sechste  und  siebente
dänische  Anleihe  würden  dann  im  August  1805  begonnen  haben.
In  diesem  Monat  ist  nämlich  Rothschild  wieder  in  Kassel,  um
in  gewohnter  Weise  neue  dänische  Obligationen  anzubieten.  Dieses
Mal  wollte  er  andere  Staatspapiere  an  Zahlungstatt  annehmen.
Sein  Gesuch  wurde  einstweilen  abgelehnt.  Im  Oktober  fragte  er
wieder  an,  und  zwar  formulierte  er  jetzt  seinen  Antrag  in  der
Weise,  daß  es  sich  um  die  Teilnahme  an  einem  neuen  dänischen
Anlehen  von  1  400  000  Rtlrn.  zu  4^/z  °/o  handelte,  wozu  Rothschild
vom  dänischen  Hof  beauftragt  war.  Beschluß  Serenissimi:  Beruhet
für  jetzt.  In  den  nächsten  Wochen  wiederholte  Rothschild  seinen
Antrag  mehrere  Male,  natürlich  war  er  persönlich  in  Kassel
anwesend,  und  erlangte  die  kurfürstliche  Genehmigung  unterm
17.  November.
Sofern  die  einzuliefernden  dänischen  Obligationen  teils  auf
Gold,  teils  auf  Silber  in  gleicher  Art  wie  die  letzteren  Male  von
dem  Kgl.  Finanzkollegium  ausgefertigte  mit  4 l /2°/o  zinsbare  Originalobligationen ­
  seien,  sollte  folgendermaßen  auf  Rothschilds  Vorschlag
eingegangen  werden:
1.  Zwei  künftige  dänische  Rückzahlungen,  fällig  am  31.  Dezember ­
  1806  und  am  31.  Dezember  1807,  im  Gesamtbeträge ­
  von  400  000  Rtlrn.  in  Louisdors  zu  5  Rtlrn.,  werden
in  den  angegebenen  neuen  dänischen  Originalobligationen
zu  4 1 /g  °/o  angenommen.
2.  405  000  Rtlr.  20  ff  werden  mit  1458  bei  der  Oberrentkammer
  befindlichen  4prozentigen  preußischen  Partialobligationen, ­
  jede  über  500  fl  24  ff,  berichtigt.
3.  Der  bare  Geldzuschuß  darf  500  000  Rtlr.  nicht  übersteigen. ­
  Er  wird  nach  Gelegenheit  und  Konvenienz  nach
und  nach  gegen  entsprechende  Einlieferung  von  dänischen
Originalobligationen  bar  aus  der  Kriegskasse  bezahlt,
und  zwar  300  000  Rtlr.  in  Louisdors  zu  5  Rtlrn.  und
200  000  Rtlr.  20  ff.  Auf  diese  verschiedenen  Sorten
müssen  auch  die  Obligationen  sprechen.
Übereinstimmend  mit  diesem  Abkommen  ist  die  Darstellung
des  Bankiers  Lawätz  in  Altona,  der  wie  in  früheren  Anleihefällen
so  auch  dieses  Mal  zwischen  Rothschild  und  der  dänischen  Regierung
            
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