nitt,.
rch
dr-
zu
1e-
ler
ier
35r-
18-
ich
r?
ur
it,
in
st.
ar,
an
an
ne
:h
©.
;zt
Lo
23T
.d
x
ıd
ar
t
N
ST
D-
A-
T,
oo
ie
ie
Vierundzwanzigstes Kapitel,
673
als sie das Landvolk verarmt.?” Die .Usurpation ‚von Gemeinde-
weiden usw. erlaubt ihm große Vermehrung seines Viehstandes fast
ohne Kosten, während ihm das vermehrte Vieh durch Anwendung
im Ackerbau und durch seinen Verkauf reichlicheren Profit und
zudem reichlichere Düngungsmittel zur Bestellung des Bodens liefert.
Im 16. Jahrhundert kommt ein entscheidend wichtiges Moment
hinzu. Damals waren die Pachtkontrakte lang, oft für 99 Jahre
laufend. Der Iortdauernde Fall im Werte der edlen Metalle und
daher des Geldes trug den Pächtern goldene Früchte. Er senkte,
von allen andern früher erörterten Umständen abgesehen, den
Arbeitslohn. Ein Bruchstück desselben wurde zum Pachtprofit ge-
schlagen. Das fortwährende Steigen der Preise von Korn, Wolle,
Fleisch, kurz sämtlicher Agrikulturprodukte, schwellte das Geld-
kapital des Pächters ohne sein Zutun, während die Grundrente, die
er zu zahlen hatte, im veralteten Geldwert vereinbart war.22® So
bereicherte er sich gleichzeitig auf Kosten seiner Lohnarbeiter und
seines Grundherrn. Kein Wunder also, wenn England Ende des
27 Harrison, in seiner „Description of England“, sagt: „Obwohl 4 Pfd.
der alten Rente vielleicht zu 40 Pfd. angewachsen sind, wird doch der
Pächter beim Ablauf seines Pachtkontrakts glauben, er habe ein schlechtes
Geschäft gemacht, wenn er nicht die Rente für sechs bis sieben Jahre,
50 oder 100 Pfd., zurückgelegt hat.“
228 Ueber den Einfluß des Wertialles des Geldes im 16. Jahrhundert
auf verschiedene Klassen der Gesellschaft: „A Compendious or ‘Briefe
Examination of Certayne Ordinary Complaints of Diverse of our Countrymen
in these our Days, By W. S., Gentleman.“ (London 1581.) Die Dialogform
dieser Schrift trug dazu bei, daß man sie lange Shakespeare zuschrieb und
noch 1751 unter seinem Namen neu herausgab. Ihr Verfasser ist William
Stafford. An einer Stelle räsonniert der Ritter (knight) wie folgt:
Ritter: „Ihr, mein Nachbar, der Landwirt, Ihr, Meister Krämer ‚und
Ihr, Gevatter Kupferschmied und die andern Handwerker, Ihr mögt Eure
Interessen recht wohl wahren. Denn um so ‚viel alle Dinge jetzt teurer
sind als sie waren, soviel geht Ihr mit dem Preise Eurer Waren und Leistun-
gen, die Ihr verkauft, in die Höhe. Wir aber haben nichts zu verkaufen,
wobei wir den Preis erhöhen könnten, um die Dinge aufzuwiegen, die wir
wieder kaufen müssen.“ An einer andern Stelle fragt der Ritter den Doktor:
„Ich bitte Euch, was sind das für Leute, die Ihr meint? Und zunächst, welche
sollen dabei keinen Verlust erleiden?“ — Doktor: „Ich meine alle jene, die
von Kauf und Verkauf leben; denn wie sie teuer kaufen, so verkaufen sie
auch nachher.“ — Ritter: „Was sind das dam für Leute, die, wie Ihr sagt,
dabei gewinnen?“ — Doktor: „Wahrlich, alle, die Besitzungen oder Pacht-
güter bei Fortbestand der alten Rente selbst bewirtschaften; denn während
sie nach dem alten Satz zahlen, verkaufen sie nach dem neuen; das heißt,
sie zahlen für ihr Land sehr billig und verkaufen alles, was darauf wächst,
teuer...“ — Ritter: „Was für Leute sind es dann, die, wie Ihr sagt, dabei
größeren Verlust haben als jene Gewinn hatten?“ — Doktor: „Es sind alle
Edelleute, Ritter und alle andern, die entweder von einer festgesetzten Rente
oder von einem solchen Gehalt leben oder ihren Boden nicht selbst bewirt-
schaften oder sich nicht auf Kauf und Verkauf verlegen.“
Das Kapital. I.