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Nehmen wir zum Beispiel an. ein Rock koste 10 Mk. Mit seiner neuen Er
findung kann öer Schneider Meck drei statt zwei Röcke machen. Wenn er nun
jeden Rock um 8 Mk. berfauft, bekommt er noch immer 24 Mk., also um 4 Mk.
mct) r als die anderen. Dabei unterbietet er sie aber um 2 Mk., die Kunden
werden daher lieber bei ihm kaufen als bei den anderen. Wollen die anderen
Schneider nicht zugrunde gehen, dann müssen sie ebenfalls die neuen Werk-
;eugc und Maschinen anwenden. So nützt eine Erfindung immer nur den
echten die sie anwenden, und schadet denen, die sie nock, nicht gebrauchen
können; diese müssen dann nachfolgen. Ist sie aber einmal allgemein, dann
bat keiner mehr einen Vorteil, nur die Kundschaft, die die Waren fetzr
billiger bekommt." .
' „Jetzt verstehe ich," meinte .Karl nachdenklich, „wreso cm Patent so
D iel wert sein kann. Denn für die Benützung einer Maschine wird jeder mehr
zahlen toollen, als sic selbst wert ist; denn solange sie nicht jeder hat, kann der,
der sie anwendet, einen um so größeren Gewinn niachen. Der Schneider zum
Beispiel, bon dem wir eben sprachen, macht bei drei Röcken einen Gewinn bon
4 Mk Wenn er mit der neuen Maschine 3000 Röcke machen kann, kann er doch
ganz ruhig 3000 Mk. für die Maschine zahlen, sie wird ihm doch noch 1006
Mark Nutzen bringen. Wenn die Maschine selbst bielleicht nur 1000 Mk. wert
ist, kann der Erfinder so bei jeder einen 'Gewinn bon 2000 Mk. machen, so
lange kein anderer dieselbe Maschine erzeugt und billiger berfauft. Da kann
ec schon hübsch was zahlen, daß der Staat allen anderen Leuten berbietet,
seine Erfindung nachzumachen." ,
„Ihr seht also hier wieder." bemerkte ich, „daß es nicht eine natürliche
Eigenschaft der Maschine ist, Wert zu erzeugen, sondern daß nur der Um
sland. daß nicht alle Produzenten die Maschine besitzen, sondern nur ein
zelne, diesen einen Vorteil über die anderen gibt. Das zeigt also wieder, daß
der Wert keine Eigenschaft der Tinge ist, sondern eine Beziehung der
Menschen."
„Fassen wir jetzt nochmals zusammen, was wir gesunden haben. Der
Wert ist also eine gesellschaftliche Erscheinung. Er wird durch die Arbeits-
-eil bestimmt, die zur Herstellung der Waren durchschnittlich nötig ist, wobei
aber die Arbeit um so mehr Wert schafft, je schwerer sie zu erlernen und
auszuüben ist."
Angebot und Nachfrage.
„Hör' mal, Gustab," sagte Wilhelm zu mir, als wir uns das nächstenial
trafen, „wir sind dir jetzt darauf gekommen, daß du unsere Gespräche
immer in die Zeitung bringst?) Karl hat sie jetzt abonniert, und siehe, cllles
steht darin, was wir neulich besprochen haben. Nun, das macht weiter nichts.
Wenn einer bon uns etwas recht Dummes sagt, läßt du es ja doch weg, also
haben wir nichts einzuwenden. Vielmehr kommt es uns jetzt sogar zugute,
denn wir können dann besser über das nochmals nachdenken, was wir bet-
handelt haben. So sind mir jetzt auch gleich Bedenken aufgestiegen. Du wirst
dich erinnern, daß du bon einer Stadt sprachst, in der 2000 neue Röcke ge
braucht werden. Wenn nun statt dessen 3000 Röcke auf den Markt kommen.
*) Die in diesem Buche enthaltenen Aussätze sind zuerst in der Berliner
„Arbeiterjugend" erschienen.