Full text : Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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aber  ebenso  haben  sie  unter  den  ungünstigen  Fällen  zu  leiden,  die
durch  ein  Nachlassen  der  Aufträge  eintreten.  Doch  fühlen  sich  die
Unternehmer  verpflichtet,  in  Zeiten  einer  Krise  etwas  Arbeit  aufrechtzuerhalten; ­
  sie  geben  im  Bedarfsfälle  den  Arbeitern,  die  sie
gewöhnlich  beschäftigen,  Darlehen,  für  die  sie  sich  später  an  den
steigenden  Löhnen  bezahlt  machen,  wenn  die  Arbeiten  wieder  aufgenommen ­
  sind.  In  diesen  Zeiten  der  Krise  findet  der  Arbeiter
auch  einige  Hilfsquellen  in  dem  Kredit,  den  der  Hauseigentümer
und  die  Nahrungsmittel-Lieferanten  gewähren.
§  8.  Gewerbliche  Arbeiten  und  Nebenarbeiten.
Arbeit  des  Mannes:  Der  Arbeiter  gehört  zur  Klasse  der
Fertigarbeiter.  Seine  Haupttätigkeit  besteht  in  dem  Fertigmachen
der  Säbel.  Er  bekommt  von  dem  Fabrikanten,  der  den  Export
dieses  Artikels  betreibt,  die  Klingen,  die  Hefte  und  die  Scheiden,
und  er  macht  die  Säbel  für  den  Handel  fertig,  zu  einem  vereinbarten
Durchschnittspreis  pro  Stück.  Der  Arbeiter  wird  dabei  von  seinen
beiden  ältesten  Söhnen  und  einem  nicht  zur  Familie  gehörigen
fremden  Arbeiter  unterstützt.  Der  Arbeiter  beschäftigt  sich  niemals
für  Rechnung  benachbarter  Grundeigentümer  oder  Pächter  mit  landwirtschaftlichen ­
  Arbeiten.
Arbeiten  der  Frau  und  der  zwei  ältesten  Töchter:
Ihre  Hauptarbeit  knüpft  an  die  gewerbliche  Tätigkeit  des  Vaters  an.
Zunächst  holen  sie  die  Klingen,  Hefte  und  Scheiden  beim  Fabrikanten
ab  und  bringen  die  fertigen  Säbel  wieder  dorthin.  Bei  guter  Beschäftigung ­
  haben  die  Frauen  auf  diese  Weise  an  jedem  Arbeitstage ­
  zweimal  ein  Durchschnittsgewicht  von  210  kg  auf  1  km  Entfernung ­
  zu  transportieren.
Unter  den  anderen  Arbeiten  nehmen  die  für  den  Haushalt  die
erste  Stelle  ein;  die  Frauen  stricken  und  nähen,  bewirtschaften  den
Garten  und  das  Kartoffelfeld  und  verrichten  die  verschiedenen
Arbeiten,  die  die  Haustiere  verlangen.
Arbeit  des  ältesten  Sohnes  im  Alter  von  23  Jahren:  Die
Hauptarbeit  des  Sohnes  ist  dieselbe,  wie  die  des  Vaters,  mit  dem  er
zusammenarbeitet.  Seine  einzige  Nebenarbeit  besteht  darin,  daß  er
die  Wiese  mäht,  welche  die  Familie  für  ihre  Ziege  gepachtet  hat.
Arbeit  des  fremden  Gehilfen:  Er  verrichtet  dieselben
Arbeiten  wie  der  Meister.
Gewerbliche  Tätigkeit  für  Rechnung  der  Familie.
Die  Haupttätigkeit  dieser  Art  besteht  in  den  verschiedenen  spekulativen ­
  Erwägungen,  die  die  Familie  bei  der  Berufsarbeit  des  Mannes
            
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