Full text : Konzentrationstendenzen im badischen Bankgewerbe

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leichtert  wurde.  In  Landau  übernahm  sie  den  Kundenkreis  der
schon  seit  langer  Zeit  mit  ihr  in  befreundeten  Geschäftsbeziehungen ­
  stehenden  Privatbank  J.  M.  Bernion.  Hierdurch  war
gleich  zu  Anfang  ein  fester  Kundenstamm  gesichert  und  die  Anknüpfung ­
  neuer  Geschäftsbeziehungen  erleichtert.
Der  Geschäftsbericht  von  1908  erwähnt  dann  zum  ersten
Male  die  Errichtung  von  Zahlstellen  in  Annweiler,  Bergzabern,
Edenkoben,  Germersheim,  Mühlheim  i./B.  und  Neustadt  im
Schwarzwald,  während  noch  im  gleichen  Jahre  ihre  Filialorganisation
  eine  Erweiterung  erfuhr  durch  Übernahme  des  Privatbankhauses ­
  Jakob  Bär  in  Bruchsal,  dessen  Geschäft  ab  1.  Jan.
1909  in  eine  neu  errichtete  Depositenkasse  überging.
Ihre  Landauer  Filiale  erhielt  im  folgenden  Jahre  bedeutenden ­
  Zuwachs  durch  Übernahme  der  Pfälzischen  Spar-  und
Creditbank  A.-G.  (vorm.  Landauer  Volksbank)  in  Landau,  die
mit  Wirkung  vom  1.  Januar  1910  mit  ihr  vereinigt  wurde.  Diese
Transaktion  wurde  durch  eine  Neuemission  bezüglich  Umtausch
gegen  die  Pfälzischen  Spar-  und  Creditbank-Aktien  erwirkt.
Ihre  Zahlstellen  vermehrte  sie  in  diesem  Jahre  durch  zwei
weitere  badische  Plätze  in  Eberbach  und  Haslach  i./K.
Verhältnismäßig  sehr  spät  suchte  sie  sich  in  Karlsruhe
festzusetzen.  Dieses  lange  Zögern  war  mitbedingt  durch  die
regen  Geschäftsbeziehungen,  die  sie  mit  dem  Karlsruher  Privatbankhaus ­
  Straus  &  Co.  verband,  dem  sie  eine  direkte  Konkurrenz ­
  am  Platze  ersparen  wollte.  Jedoch  erheischte  die  zunehmende ­
  Bedeutung  des  Handels-  und  der  Industrie  der  badischen ­
  Residenz,  die  zugleich  vorzüglich  als  Beamten-  und
Rentnerstadt  einen  verstärkten  Depositenzugang  und  günstigen
Absatz  ihrer  Neuemission  ermöglichte,  unbedingt  eine  direkte
Niederlassung,  die  auch  im  Frühjahr  1911  erfolgte.
Einen  vorläufigen  Abschluß  ihrer  Expansionstätigkeit  bildete
die  letzte  8.  Filialengründung  in  Worms  a.  Rh.,  sodaß  sich  heute
ihre  Tätigkeit  auf  einen  Aktionsradius  von  über  17  Plätzen  erstreckt. ­
  Ihre  gleichzeitige  innere  Entwicklung,  insbesondere  der
mächtige  Zuwachs  ihrer  Betriebsmittel,  ist  aus  nachstehender
Tabelle  zu  ersehen:
            
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