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haarungsmaschinen — ausgerüstet ist, befindet sich in der
Lage jährlich über 60 000 Großviehhäute und 30 000 Felle
fertigzustellen. Sie beschäftigt ca. -?00 Arbeiter und 20 weib
liche Arbeitskräfte, hat eigene Feuerwehr, Arbeiterwohnhäuser,
eigene Krankenunterstützungskasse, Kantine und Bäder für die
Arbeiter. Sämtliche Arbeitskräfte gehören Organisationsver
bänden an. Die im Betriebe beschäftigten Taglöhner, welche
sich bei Arbeitslosigkeit meist selbst melden, sind an den
Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands angeschlossen. Die
Gerber haben sich dem Verband der deutschen Lederarbeiter
und die Sattler dem Sattlerverband angegliedert, sodaß die
Fabrik mit der Zustimmung dieser Verbände mit allen Arbeiter
kategorien eigene Tarifverträge abschließen konnte. Im all
gemeinen sind die meisten Arbeiter schon sehr lange im Betriebe
tätig, da die Lohnverhältnisse sehr günstig genannt werden
können. Die Stundenlöhne bewegen sich bei männlichen Ar
beitern zwischen 41 und 44, für weibliche zwischen 24 und
26 Pfennig. Der nur dem Arbeiter gezahlte (Akkordlohn
schwankt von 48 bis 75 Pfennig pro Stunde bei 97 2 stündiger
Arbeitszeit.
Die Beschaffung der Rohhäute geschieht seitens der Fabrik
neben Bayern aus den Städten Mannheim, Frankfurt, Dresden,
Leipzig und Berlin, welche als die bedeutendsten deutschen
Häutemärkte bekannt sind. Außerdem werden Wildhäute aus
Argentinien und die sogenannten „Ripse“ aus Ostindien impor
tiert. Da die Fabrik noch den größten Teil ihrer Fabrikate
sowohl für Militär als auch Zivilbedarf nach altem System
gerbt, werden noch ganz bedeutende Mengen Eichen- und
Fichtenlohe gebraucht, die aus Ungarn bezw. Bayern selbst
stammen. Auch den neuen Systemen wird Rechnung getragen,
denn die Firma fabriziert auch Chromleder und bringt sogar
ein gesetzlich geschütztes Fabrikat auf den Markt, das führend
in dieser Sparte gilt.
Der Gesamtabsatz der Fabrik fällt fast zu 66 o/ 0 ’ auf
München und seine nähere Umgebung, was den konsum
orientierten Standort des Unternehmens nochmals deutlich
erkennen läßt. Der Rest verteilt sich zu 30 o/ 0 ’ auf Sachsen,
Schlesien, Norddeutschland und die Rheinlande, während nur