Petition, wenn die Sache nicht nachdrücklich betrieben
würde, wertlos sei. Nur der zähen Verfolgung dieser
Frage, die ja auch in unmittelbarem Zusammenhang mit
unseren Grundsätzen stände, sei es zu danken, daß die
Jdeen unseres Bundes in weite Kreise gedrungen seien,
und daß jede Tageszeitung von uns sprechen müsse. Wenn
dadurch andere Fragen vernachlässsigt worden seien, so
liege das an den beschränkten Kräften, die sich uns zur
Verfügung gestellt hätten. Es bleibe aber den Herren,
die die Bauhandwerkerfrage für unwichtig hielten, unbe-
nommen, an die Bearbeitung anderer Fragen in Wort
und Schrift heranzugehen und uns ihre Kräfte zur Ver-
fügung zu stellen.
Dieser Rat ist von einigen Mitgliedern befolgt wor-
den. Sie haben sich aber nicht zu Vorträgen bei uns be-
reit erklärt, sondern sie haben im Dezember 1894 unter
Führung von Bernhard Eulensstein neben unserem
Bunde einen Henry Ge org e V er e in gegründet, um
dort die Sache auf ihre Weise zu betreiben. Ein langes
Leben hat dieser Verein nicht gehabt. Es sind dort einige
Vorträge gehalten worden, die eine gute Aufnahme ge-
funden haben sollen. Es sollen aber Streitigkeiten über
die Kosten entstanden sein, und der Verein hat sich wieder
aufgelöst. Eulenstein hat im folgendem Jahr eine Bro-
schüre: „Die soziale Frage eine Grund- und Bodenfrage.
Ernste Plaudereien über Henry Georges Sozialreform“
(Berlin 1895) veröffentlicht. Er ist dann nach Baden-
Baden übergesiedelt und soll im Jahr 1907 freiwillig
aus dem Leben geschieden sein.
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