Full text : Wie muß sich das Stickstoff-Monopol gestalten?

1»

Der  Bedarf  der  deut-  Ganz  außerordentlich  ist  mit  den  Jahren  der
scheu  Landwirtschaft  Bedarf  der  deutschen  Landwirtschaft  an  Stickstosfan ­
  Stickstoffdünger  Verbindungen  zu  Düngezwecken  gestiegen.  Obwohl
vor  dem  Kriege.  bem  fortschreitenden  Massenbezug  vorwiegend
stickstoffreicher  Futtermittel  (annähernd  je  eine  Milliarde  wurde  dafür
in  den  letzten  Jahren  ans  Ausland  gezahlt)  schon  ohne  weiteres  eine
Steigerung  der  in  den  einzelnen  Wirtschaften  gewonnenen  Düngestickstoffmengen ­
  eintrat,  die  freilich  infolge  zumeist  nicht  ausreichender  Fürsorge ­
  fiir  die  Stalldüngerbehandlung  eine  nur  mäßige  war,  hat  sich  in
den  letzten  zehn  Jahren  der  Verbrauch  Deutschlands  an  Düngestickstoff
in  Form  von  Handelsdüngemitteln  reichlich  verdoppelt.  Um  welche
Mengen  es  sich  hierbei  handelt,  mag  die  folgende  Aufstellung  dartun:

Deutschlands  Verbrauch  an  Stick  st  off  zu  Düngezwecken ­
  im  letzten  Jahr  vor  dem  Kriege,  etwa  bis
Ende  der  Frühjahrsbestellung  1914,

betrug  in  Form  von:

bei  einem
Stickstoffgehalt ­
  von

Chilesalpeter

100000  Tonnen')

15,5  °/ 0

schwefelsaurem  Ammoniak  ....

95  000  „  2 )

20,5  „

Kalkstickstoff
Kalksalpeter  (auch  als  Norgesal-17

  000  „  3 )

18,5  „

Peter  bezeichnet

5  000  „  4 )

13,0  „

zusammen.  .  .

217  000  Tonnen

1)  Je  nachdem  man  den  Verbrauch  der  deutschen  chemischen  Industrie
veranschlagt,  ergeben  sich  auch  bis  um  etwa  ein  Fünftel  niedrigere  Zahlen.
2)  Das  in  Deutschland  hergestellte,  schwefelsaure  Ammoniak  wurde  fast
ausschließlich  als  Düngemittel  verwendet,  da  für  Sprengstoffe  Ammoniaksalpeter, ­
  für  die  Kälteindustrie  Ammoniakwasser  eigens  hergestellt  wurde  und
nicht  unter  der  oben  erwähnten  Aufstellung  berücksichtigt  ist.  Allenfalls  braucht
z.  B.  die  Seidenindustrie  eine  kleine  Menge  von  dem  oben  angegebenen
schwefelsauren  Ammoniak.
Anmerkung  3  und  4  siehe  Seite  4.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.