Full text : Die oberschlesische Kohlen- u. Eisenindustrie

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Steinkohlenförderung  in  Millionen  To.

1911

1912

a)  der  Preuß.  Staat  .  .  .  .  .

6.2

7.0

b)  Private  (Magnaten)

9.1

10.0

c)  KohlengewerkschafterU)

3.3

3.8

d)  Zinkindustrie  ........

7.1

7.8

e)  Eisenindustrie  ...  ...

9.7

10.7

Die  Rentabilität  des  oberschlesischen  Steinkohlenbergbaues
läßt  sich  nicht  unmittelbar  feststellen,  da  er  ohne  Verbindung  mit
irgend  einem  anderen  Industriezweig  nur  in  den  Gruppen  a),
b)  und  c)  betrieben  wird.  Der  Staatsbetrieb  weist  Besonderheiten ­
  auf  (hochwertige  Kokskohlen,  bürokratische  Organisation,
usw.),  die  Privaten  veröffentlichen  ihre  Ergebnisse  nicht,  während ­
  die  Gewerkschaften  ebenfalls  unter  speziellen  Verhältnissen
arbeiten,  überdies  nur  mit  kleinem  Anteil  beteiligt  sind.
Dagegen  ist  es  möglich,  bei  den  beiden  anderen  großen
Gruppen  mittelbar  ein  zuverlässiges  Urteil  über  die  Rentabilität ­
  des  Steinkohlenbergbaues  zu  gewinnen,  da  sie  als  Aktiengesellschaften ­
  ihre  Jahresergebnisse  veröffentlichen^).  Wir  beschränken ­
  uns  auf  die  Gruppe  e)  Eisenindustrie,  wobei  wir  zugleich ­
  die  Rentabilität  des  Eisenhüttengewerbes  kennen  lernen.

Von  den  Eisenhüttenbetrieben^)  förderten  zugleich  Steinkohlen



1911  1912
in  1000  To.

a)  Kattowitzer  A.-G.

3947

4227

b)  Ver.  Königs-  und  Laurah.  A.-G.

2197

2400

c)  Donnersmarckhütte  A.-G.

1658

1860

d)  Borsigwerke

1310

1505

e)  Oberschles.  Eisenbahn-Bed.-A.-G.

587

668

Nach  Salings  Börsenjahrbüchern  zahlten  an  Dividenden:

1)  inkl.  der  A.-G.  „Gott  mit  uns-Grube",  Mittellazisk/Pletz.
Hinzu  kommt  die  Kons.  Hultschiner  Grube  der  österr.  Witkowitzer
Bergbau-  und  Eisenhütten-Gewerkfchaft  in  Witkowitz,  Mähren  mit
634  900  Tonnen  Förderung.
2)  Mit  Ausnahme  des  Borfigfchen  Privatbetriebes.
3)  Hinzu  kommt  die  Gleiwitzer  Steinkohlen-Gewerkfchaft,  die
im  Besitz  der  OS.  Eisenindustrie  A.-G.  Gleiwitz  ist,  mit  1912:
13  000  Tonnen  Forderung.
            
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