thumbs: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Abreibungen, sondern die Gründe und Entwicklungsgesetze die 
Hauptsache. Es würde zu weit führen, hierauf näher cinzu- 
ge en und den besondern Inhalt eines Capiteis der National- 
hn lEnWh^ meßhmüm^m Un^nmdmng 
Gegenstandes zu erörtern. Jedoch sei bemerkt, dass derselbe 
Grund, welcher nach der Smithschen Vorstellungsart zur Ar- 
beitstheilung anregt, ihr auch eine Schranke setzt. Es ist dies 
der Austausch, und so entsteht das sehr wichtige und dieses 
Nanmns erst gehörig würdige Gesetz, dass die natürliche Grenze 
er Specialisirung der Arbeitstheilung durch die Ausdchnbar- 
keit des M^ktes gebildet werde. Die Schranke der Speciali- 
sirung der Thätigkeiten liegt hienach darin, dass die Menge der 
bnehmer eines Specialartikels hinreichend gross sein muss, um 
lür (^n letzteren eine besondere Berufsgruppe zu ernähren. 
Diese und andere hioher gehörige Aufstellungen Smiths 
vertreten zwar nicht immer die letzten Gründe und die beste 
Gestalt die man der ganzen Lehre geben kann; wohl aber sind 
sie im Wesentlichen zutreffend und haben für die Folgezeit eine 
grosse Bedeutung gewonnen. Der weitere Gang des Werks 
zeigt uns schon m den nächsten Capiteln, dass ein Leitfaden 
niemals fehlte. An die Beziehungen der Arbeitstheilung zum 
Austausch knüpft sich die Betrachtung der Geldverrichtuno-en 
und hieran in sehr natürlicher Weise die Lehre vom Preise 
und von dessen drei Bestandtheilen, Lohn, Gewinn und Rente, 
reilich wird mit den Auseinandersetzungen über den Preis in 
rbeit und den Preis in Geld sowie mit der raschen Erledi- 
png des Gegensatzes von Gebrauchswerth und Tauschwerth 
welchem die Fundamente einge- 
ständheh nicht mehr ganz sicher sind. Allein der Umstand 
dass der Verfasser des Völkerreichthums neben der Betrach- 
tung der Warthe, von der schon Quesnay irregeführt worden 
r ^ iGlfach mne Naturalbetrachtung, d. h. eine Auffassung der 
yeihäl^isse ohne Dazwischenkunft des Geldes zur Grundlage 
seines Denkens machte, hat ihm gestattet, vielerlei Einsichten 
gewinnen, die ohnedies unmöglich gewesen wären. Die 
Doppelheit der Gesichtspunkte hat ihn auf diese Weise vor 
inseitigkeiten bewahrt, denen seine Englischen Nachfolo-er 
nicht entgangen sind. Alle Gedanken, welche bei den Malthus 
und Ricardo zu Caricaturen entarteten, finden sich in einer 
haltbareren Gestalt und mit grösserer Umsicht bereits in den
	        
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