Full text: Die deutsche Ölmüllerei

gewisse Ähnlichkeit mit dem auf der Halbinsel Sinai gewonnenen 
Manganerz hat. . 
Die einzelnen Sorten kommen wie folgt aus: 
Analyse 
Qualität 
Qualität 
Sandur 
Sinal 
11 
Mn . 
Fe . 
810, 
1U, . 
ALÖs 
al 
SE 
% 
52,00 
7,00 
0,07 
2.00 
% 
48,00 
8,80 
0,13 
x A) 
Ä 
7/0 
40,00 
18,00 
0,03 
1,50 
4 O0 
‚Yo 
80,80 
27,40 
0,14 
3,10 
1.00 
0.70 
0,20 
0.48 
> 
Du 
Der Preis für die indischen Sorten I und II ist derselbe wie für die 
südrussischen, 15 bis 17d die Einheit Mangan. Das Sinai- und San- 
durerz stellt sich je Einheit Mangan um 1 d billiger. # 
Die gesamte Jahresproduktion Indiens beträgt. 600000 bis 
800 000 Tonnen, wovon 60 000 bis 70 000 Tonnen von Deutschland ge- 
kauft werden. . Die Produktion des Sinaivorkommens wird auf etwa 
180 000 Tonnen pro Jahr geschätzt, wovon etwa 40 000 Tonnen nach 
Deutschland gehen, . 
Verschiffungshafen für die Qualität I und II sind Bombay und Kal- 
kutta, für das Sandurmanganerz Marmagoa. für das Sinaimanganerz 
Abu Zenima. . 
Auf der Anlage 13*) ist nochmals eine zusammenfassende Übersicht 
über die Ausfuhr und die auf Deutschland davon entfallenden Mengen 
der vorstehend im einzelnen beschriebenen und für die deutsche Erzver- 
sorgung in Frage kommenden außerdeutschen Gebiete gegeben. 
Schlußbetrachtung. 
Betrachtet man die voraufgegangene Einzeldarstellung der Eisen- 
erzversorgung Deutschlands noch einmal gedrängt, so ergibt sich folgen- 
des Bild: 
Der Eisenerzbergbau im Westen des Reiches kann der Hütten- 
industrie aus einem wirtschaftlich zusammengehörigen Gebiete jährlich 
A Millionen Tonnen Eisenerz noch mehrere Jahrzehnte lang liefern, 
Erze, die ihr nötig und teilweise unersetzlich sind, deren Bedeutung als 
fast einziger Manganträger Deutschlands aber noch über den Rahmen 
der Westindustrie hinausreicht, da auch die übrigen Industriezentren 
unseres Vaterlandes diesen Manganträger direkt oder indirekt — als 
manganhaltiges Stahleisen — benötigen. ; 
Die Jahreserzeugung zersplittert sich in eine große Zahl mittlerer, 
kleiner und Zwergbetriebe, deren Lage zu den Verkehrsadern teilweise 
recht ungünstig ist. Dieser Umstand bildet ein starkes Hemmnis für die 
1) Siehe 8. 198. 
106
	        
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