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Zeit sind die Grundbesitzerverhältnisse in Stettin bessere ge
worden,- mit diesem Besserwerden haben sich erfreulicher
weise auch die Mietsabtretuugen und Pfändungen vermin
dert. Am schlimmsten war es in der sogenannten Krachzeit
von 1905—1908."
60. Stuttgart: Zwangsverwalier C. schreibt:
„Bei den von mir besorgten' Zwangsverwaltungen
lagen in den letzten drei Jahren in 60—60 Proz. aller Fälle
Zessionen oder Pfändungen der Mieten vor. Ich habe es
immer als großes Unrecht gegen die Hypothekengläubiger
erkannt, wenn deren Sicherheit durch die Abtretung oder
Pfändung der Mietzinse geschmälert wurde und über die
Mittel für dringende Baureparaturen anderweitig verfügt
war und halte es für dringend nötig, daß durch Gesetz die
Wirkung der Abtretung und Pfändung bis zu dem Zeit
punkt, zu welchem das Zwangsvollstreckungsverfahren be
ginnt, beschränkt wird.".
61. Zwickau: Zwangsverwalter Lokalrichter B. schreibt:
„Ich habe 167 Zwangsverwaltungen gefiihrt. Man
kann annehmen, daß bei der Hälfte Verfügungen über die
Mieten vorlagen."
Nachtrag.
Nachträglich liefen noch folgende Berichte ein:
62. Breslau. Zwangsverwaltcr R. schreibt:
„Ich besorgte pro Jahr ca. 40 Zwangsverwaltungen.
Eintragungen von Nießbrauchrechten, Pfändungen und Ab
tretungen der Mieten sind ungefähr in der Hälfte dieser Ver
waltungen vorgekommen."
63. Breslau. Zwangsverwaltcr K. schreibt:
„Es waren mir folgende Zwangsverwaltungen über
tragen: 1907, 10 (5); 1908, 16 (7); 1909, 3 (1); 1910, 8 (3);
1911, 17 (10); 1912, 26 (15). Die eingeklammerten Zahlen
bezeichnen die Anzahl der Fälle, in denen die Schuldner zum
Schaden der Hypothekengläubiger über die Mieten verfügt
hatten."
64. Breslau. Zwangsverwalter G. (amtierte nur
während eines Teils des Jahres 1912) schreibt:
„Ich besorgte 1912 die Zwangsverwaltung von
29 Grundstücken. Dabei war in 12 Fällen über die Mieten