fullscreen : Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Frankreichs  Bank-  und  Finanzwirtschaft.

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zösischen  Valuta  in  der  Zeitperiode  des  Anleihe-Abschlusses  und  nachher
zeigt  das  folgende  Bild:
Parität:  100  Dollars  =  5,1826  Frcs.

1.  Oktober

■  •  •  •  5,7625

16.  Oktober.

2.  „

■  ■  •  •  5,75

18.

•  •  •  •  5,8550

4-  ,7

19-•

  •  ■  ■  5,8550

5*  >>

■  •  •  •  5,79

20.  ,,

....  5.88

6.

•  •  •  •  5,79

21.  ,,

....  5,90

7.  »

22.  „

....  5,90

8.

....  5,8i

23-  „

....  5,9350

9-....

  5.8250

25-....

  5,94

II.  „

....  5.86

26.  ,,

....  5,9550

13-  .,

....  5,83

28.

•  ■  ■  ■  5,95

14-  „

....  5,8650

29.

....  5,91

15-....

  5,8525

Ohne  natürlich  der  passiven  Zahlungsbilanz  und  der  hohen  Notenemission ­
  ihre  die  französische  Währung  schädlich  beeinflussenden  Wirkungen ­
  abzuschwächen,  kann  ein  Gedanke  nicht  abgewiesen  werden,
der  sich  Vielleicht  in  ruhigeren  Zeiten  als  richtig  getroffen  erweisen  wird.
Es  ist  dies  die  Vermutung,  daß  die  amerikanische  Bankwelt  in  der  Valutabewertung ­
  der  kriegführenden  Staaten  ein  geeignetes  Objekt  für  Spekulationen ­
  erblickt.  Soweit  später  zuverlässige  Nachrichten  und  zahlenmäßige ­
  Angaben  über  die  Goldverschiffungen  nach  Amerika  vorliegen
sollten,  namentlich  in  bezug  auf  Höhe,  Zeit  und  Preis,  dürfte  dies  wesentliche ­
  Schlüsse  auf  die  Ursache  der  Bewegung  des  Frankenkurses  zulassen.
Für  den  praktischen  amerikanischen  Finanzier  ist  es  ja  nur  zu  natürlich,
den  Gewinnen  der  heimischen  Industrie  am  europäischen  Kriege  nicht  nachzustehen. ­
  Er  bedient  sich  nur  seiner  Methoden,  seiner  Instrumente,  den
Wechselkursen,  um  auch  an  dieser  Konjunktur  partizipieren  zu  können.
Diese  Erkenntnis  sprechen  neuerdings  auch  französische  und  englische
Blätter  offen  aus.  So  sagt  z.  B.  der  „Daily  Telegraph“  wörtlich;
„Sollte  das  Sinken  des  Wechselkurses  wirklich  die  Folge  von  spekulativen ­
  Einflüssen  sein,  so  wird  jetzt  schnell  das  Deckungsbedürfnis
einsetzen  und  hoffentlich  die  Entwertung  der  Valuta  bald  beseitigt
sein“ 1 ).
Nun  ist  auch  bei  diesen  Überlegungen  zu  beachten,  daß  dem  französischen ­
  Schatzamte  von  der  aufgenomraenen  Währungs-Anleihe
in  der  folgenden  Zeit  nur  wenig  Kapitalien  zur  Bezahlung  der  aufgelaufenen ­
  und  noch  fortlaufenden  Lieferungen  bereitgestellt  wurden.  Nach
einer  Mitteilung  des  Finanzministers  Ri  bot  hatte  die  Regierung  bis  zum
3i.  Dezember  1915  nur  400  Milk  Frcs.  zur  Verfügung.  Diese  gering-8.

  Oktober  4.7025  16.  „  4,6935
9  4,6965  18.  „  4,7015
11.  4,6825  19-  „  4,6925
13.  „  4,6815  20.  „  4,6825
14-  „  4,6825  21.  4.6735
15-  4.6885

*)  Siehe  Berliner  Börsen-Courier,  24.  August  1915,  Nr.  393,  S.  7.
            
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