MM
(1165) 1868 Aug. 13
25. dieses Monats zahlbar, erhalte ich vielleicht noch das Geld in
der rechten Zeit von Deutschland.
An meine Vettern August und Karl Philips habe ich nach
Amsterdam und Aachen geschrieben, um zu erfahren, ob sie zu-
rück sind. Es wäre reine Geldverschwendung, des Pumps halber
nach dem Kontinent zu gehn. bevor die Anwesenheit der Leute
versichert ist.
{ch habe seit 8 Tagen kein Aug zugetan, und l'illustre Gaudis-
sart Borkheim, der vorgestern mich zum Abschied besuchte, sagte,
ich solle mir die Gelbsucht doch vom Hals schaffen. Er unterhielt zo
mich zur Zerstreuung von den 1000 £, die er aus Oppenheim zu
erpressen suche,
In aller Eile.
Dein
K. M.
1166. Engels an Marx; [1868 August 14].
Lieber Mohr,
Ich werde Dir morgen Geld schicken, unser Kassierer hat heute
nachmittag keine Noten mehr. Genier Dich wegen dem „Drücken“
nur nicht, ich wollte nur, es wäre mehr da zum Herausdrücken,
aber bedenke auch, daß wir in 6 Wochen die £ 150 mit Zinsen zu %
zahlen haben, und B{[orkheim] sagt, die Zinsen bringen die Sache
auf £ 165!! Ich glaube, Du wirst Dich entschließen müssen,
nach Holland zu gehn, zu solchen Zinsen zu pumpen können
wir nicht „erfordern“.
Faucher hat mich sehr lachen gemacht. Ganz die edle Dreistig- 26
keit dieses Burschen. Die patronisierende Einleitung, und dann
Kritik (und welche!) einer ganz elementaren Sache, in der Du
die Ansichten der Ökonomen darstellst, also nur resümierst
— von Deinen eignen Sachen läßt er wohlweislich die Finger. Sehr
gut ist auch sein Eingeständnis, daß die jetzige Generation, in- 2
klusive Faucher, weder von Jakob noch von Joseph etwas weiß,
also Dein Urteil bestätigt, daß sie „wirklich auch nichts gelernt
habe“. Die Frechheit des Kerls ist übrigens komisch. Er setzt
gradezu voraus, daß sein Publikum nichts weiß, nichts lernen und
selbst nichts lesen will als solche Fauchersche Pisse. Und der 2
Mann hat dabei Recht.
Beste Grüße.
Dein
F. E.
Nr. 1166.