A Der Freiheitskampf des chinesischen Volkes,
Politik der Nationalen Minderheitsbewegung gegenüber China und ein
Appell, nicht auf die chinesischen Arbeiter zu schießen, gegeben.
Nun Genossen, sollen wir noch an etwas anderes denken, was mit diesem
ganzen Fragenkomplex verknüpft ist. Es gibt ein Land, das bei jeder denk-
baren Gelegenheit den unterdrückten Völkern geholfen hat, und das, als es
sich befreite, sofort alle Konzessionen und alle Territorien freigab, die als
Resultat zaristischer Autokratie und durch Kriege errungen waren. Ich
meine die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Sie wird ange-
griffen, weil sie die einzige Republik der Arbeiterklasse in der ganzen Welt
ist, die den unterdrückten Völkern anderer Länder hilft. Das haben wir in
Betracht zu ziehen. Als im Jahre 1917 die russische Revolution ausbrach,
haben wir nicht geantwortet. Aber die psychologische Wirkung, die jene
Revolution auf die östlichen Länder hatte, kann nicht geleugnet werden.
Laßt darum das Losungswort dieses Kongresses sein: Einheit auf. der inter-
nationalen Front! Die Eroberung der vollständigen politischen Macht als
unseres endgültigen Zieles, nicht nur auf nationaler, sondern auf internatio-
naler Basis. Das ist der einzige Weg, mit dem man die Macht der imperia-
listischen Ausbeuter brechen kann. In unserm Lande können wir das am
besten tun, indem wir die Bande der Brüderlichkeit und Solidarität fester
schließen. Wir werden die erste Gelegenheit benutzen, um zu versuchen, die
Arbeiter zum Streik zu bewegen, sei es bei einem Truppen- oder einem Mu-
nitionstransport. Sollte dies uns aber nicht gelingen, dann soll es doch nicht
deshalb sein, weil wir es nicht versuchen. Die britischen Genossen haben ein
so starkes Interesse daran, daß die chinesischen Kameraden für sich eine er-
folgreiche Revolution durchführen, weil sie wissen, daß es von der größten
Bedeutung ist, daß die Kräfte Sowjet-Rußlands sich mit denen Sowjet-
Chinas vereinigen, um ein für allemal die Macht des Imperialismus zu
brechen, die heute die Welt unterdrückt.
Der Sekretär der Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale
William Brown (England)
hält folgende Ansprache:
( ich Sekretär des Internationalen Gewerkschaftsbundes bin, er-
scheine ich hier auf diesem Kongreß nur als Privatperson und, dank
Ihrer Höflichkeit, als Gast.
Es ist nicht mein Vorhaben, eine längere Ansprache zu halten, und ich
weiß, daß das auch nicht verlangt wird. Andererseits erscheint es mir sehr
schwierig, eine kurze Rede zu halten, ohne allgemeine Worte oder Wieder-
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