Full text : Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Literatur.
Die  Zahl  der  Lehrbücher  auf  dem  Gebiete  der  Volkswirtschaftslehre
ist  in  den  letzten  Jahren  erfreulicherweise  so  gewachsen,  daß  sich  für
den  Lernbegierigen  nur  noch  Schwierigkeiten  in  der  Auswahl  aus  dieser
Fülle  ergeben.  Im  Folgenden  ist  nur  eine  kleine  Zahl  genannt,  wobei
auf  die  Bedürfnisse  des  Anfängers  wie  darauf  RUcksicbt  genommen  ist,
Vertreter  der  verschiedenen  Richtungen  zu  nennen;  weitere  Literaturangaben ­
  finden  sich  in  den  angegebenen  Werken  selbst  *).
Diese  Richtungen  selbst  charakterisiert  eingehend  Karl  Diehl  in
dem  l.  (bisher  einzigen^  Bande  seiner  „Theoretischen  Nationalökonomie"
(Jena/  Gustav  Fischer).
Als  Einleitung  zu  einem  systematischen  Studium  kann  mit  Vorteil
der  „Grundriß  der  Politischen  'Ökonomie"  von  Philippovich  in
drei  Teilen  (Allgemeine  Volkswirtschaftslehre  und  zwei  Teile  Volts*
Wirtschaftspolitik)  verwendet  werden.  Er  nimmt  im  wesentlichen  einen
vermittelnden  Standpunkt  ein,  wie  auch  k  e  x  i  s  in  seiner  nur  die
Theorie  umfassenden  „Allgemeinen  Volkswirtschaftslehre"  (Berlin  und
Leipzig,  Teubner).
Als  Vertreter  der  strengen  Methoden  der  klassischen  Schule  ist  vor
allem  DA  e  tz  e  l  mit  seiner  leider  unvollendeten  „Theoretischen  Sozialökonomik" ­
  (Leipzig,  L.  F.  Winter)  zu  nennen.  Gleichfalls  unvollendet
ist  Adolph  Wagners  „Theoretische  Sozialökonomik"  im  gleichen
Verlage  (i.  Abteilung:  Einleitung,  Grundlegung,  Ausführung  der  Lehre
von'Produktion,  Umlauf  und  Verteilung;  2.  Abteilung:  Kommunikations-
  und  Transportwesen,  Geld  und  Geldwesen).  ^
Das  Hauptwerk  der  „historischen"  Schule  ist  v.  S  ch  m  o  l  l  e  r  s
„Grundriß  der  allgemeinen  volkswirtschastslehre"  (Leipzig,  Duncker  und
pumblot),  der  die  geschichtliche  Entwicklung  der  volkswirtschaftlichen
Erscheinungen  besonders  betont.  Im  gleichen  Sinne  als  ein  pauvtwerk
der  theoretisch-systematischen  modernen  Schule  ist  F.  v.  w  i  e  s  e  r  s
„Theorie  der  gesellschaftlichen  Wirtschaft"  zu  bezeichnen,  an  die  sich  auch
meine  Darstellung  in  i'hren  theoretischen  Teilen  mehrfach  anlehnt,
v.  wiesers  Werk  ist  in  Band  I  des  von  Max  Weber  unter  Mitarbeit ­
  einer  größeren  Reihe  von  Gelehrten  herausgegebenen  „Grundrisses ­
  der  Sozialökonomik"  (Tübingen,  Mohr)  enthalten,  der  nach  seiner
Vollendung  die  umfangreichste  Darstellung  unserer  Disziplin  sein  wird.
vom  Standpunkt  der  katholischen  Glaubenslehre  gehen  die  beiden
Werke  von  Dev  as  („Grundsätze  der  Volkswirtschaftslehre",  übersetzt
und  bearbeitet  von  Walter  Kämpfe)  und  Pesch  8.  I.  („Lehrbuch
*)  Da  diese  Werke  fast  durchweg  ständig  in  neuen  Auslagen  erscheinen,
ist  von  der  Angabe  des  Jahres  der  letzten  Auflage  meist  Abstand  genommen.

            
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