Full text: Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Literatur. 
r»s 
ver Nationalökonomie", Bö. l: Grundlegung; Bö. 2 und 3: All- 
gemeine Volkswirtschaftslehre) aus (beide im Verlag von Herder in 
Freiburg i. B v . 
Als Vertreter der volkswirtschaftlichen Literatur des Auslandes seien 
genannt: Für Frankreich Lharles Gide („Principes d economie 
politique“); für England Alfred Marshall („Principles of 
economics“; deutsch von Ephraim und Salz mit einem Vorwort von 
Brentano im Lottaschen Verlag); für Amerika, das auf theoretischem 
Gebiete hervorragendes leistet. I. B. darf („The distribution of 
wealth“). 
Die ä l teren Nationalöknomen (Turgot, Smith, Ricardo. 
List, Thünen usw.) sind jetzt in der Sammlung sozialwissenschaftlicher 
Meister" (Verlag von Gustav Fischer in Jena, bequem zugänglich. 
Sehr brauchbar sind die von Diehl und M o m b e r t heraus- 
gegebenen „Ausgewählten Lesestücke zum Studium der politischen Öko 
nomie" (Karlsruhe, G. Braun, to Bände). 3n den einzelnen Bändchen, 
die Geld, Arbeitslohn, lvirtschaftskrisen usw. behandeln, sind unter 
Vorausschickung instruktiver Einleitungen hauptstellen aus den Schriften 
älterer und jüngerer Gelehrter über' den jeweiligen Gegenstand zu 
sammengestellt. Linen ähnlichen Lharakter haben die von I a st r o w 
herausgegebenen „Textbücher zu Studien über Wirtschaft und Staat" 
(Berlin, Georg Reimer, bisher q Bände)„ die aber außer Proben theore 
tischen Denkens noch praktisches Material aller Art, wie Gesetze, 
Statistik usw. geben. 
.Der Belehrung dienen endlich mehrere lexikalische Werke, die durch 
die Zusammenarbeit einer größeren Zahl von Gelehrten entstanden sind, 
von bene« jeb'er nur Artikel aus seinen besonderen Arbeitsgebieten 
lieferte. Da diese Werke auch reichliche Literaturangaben enthalten, 
sind sie zur raschen Information über Einzelfragen besonders geeignet. 
Das von Elster herausgegebene „w örterbuch der Volkswirt 
schaft" hat zwei, das von Lonrad, Elster, Lexis und Löning heraus 
gegebene „Handwörterbuch der Staatswissenschaften" 
hat acht starke Bände. (Beide im Verlag von Gustav Fischer in Jena.) 
Das fünfbändige „Staatslexikon der Görresgesellschaft" 
(Verlag von Herder in Freiburg i. 8. , das jedoch auch die Politik 
einbezieht, vertritt wiederum den besonderen katholischen Standpunkt. 
Darstellungen der Wirtschaftsgeschichte geben: Sombart, „Die 
deutsche Volkswirtschaft im 19. Jahrhundert" (3. Auslage, Berlin, G. 
Bondi, 1913); wygodzinski, „Wandlungen der deutschen Volks- 
Wirtschaft im l9. Jahrhundert" (Köln, M. Dumont-Schaubergsche Buch 
handlung. 6.—10. Tausend, (912); Kötzschke, „Deutsche Wirt 
schaftsgeschichte bis zum 17. Jahrhundert"; und Sieveking, 
„Grundzüge der neueren Wirtschaftsgeschichte vom 17. Jahrhundert bis 
zur Gegenwart. (Die beiden letzteren kurzen Darstellungen sind als 
Teile des von Aloys Meister herausgegebenen „Grundrisses der Ge 
schichtswissenschaft", Leipzig und Berlin, Teubner, erschienen.) 
Eine größere Gesamtdarstellung der Wirtschaftsgeschichte unter Mit 
arbeit verschiedener Autoren und Leitung von B r o d n i tz ist -.an- 
gekündigt. 
Wygodzinskl, Einführung In die VolkSwirischastslehre 10
	        
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