Object : Die Absetzungen für Abnutzung nach dem Einkommensteuergesetz

38  Wirtschaftl.  Bedeutung  der  Absetzungen  für  Abnutzung.
die  weitere  Dauer  der  letztern  abnimmt,  sei  es,  dag  der  wirtschaftliche ­
  Nutzeffekt  des  Gebrauchs  ein  geringerer  wird  —
indem  z.  B.  eine  Maschine  infolge  Abnutzung  weniger  Kraft
oder  Präzision  entwickelt  —,  und  schließlich  bleibt  der  Gegenstand ­
  zwar  körperlich  bestehen,  verliert  er  aber  die  Fähigkeit,
zu  seinen  bisherigen  Zwecken  gebraucht  zu  werden,  verschwindet ­
  er  zwar  nicht  als  Stoff,  wohl  aber  als  Gebrauchsgegenstand ­
  der  bisherigen  Art.  Werden  zur  Herstellung  eines  Werkes ­
  10  000  Tonnen  Eisen  und  50000  Tonnen  Kohlen  verwendet ­
  und  drei  Maschinen  benutzt  mit  dem  Erfolge,  daß  nach
Fertigstellung  des  Werkes  die  eine  Maschine,  A,  nur  noch  Vs
so  lange  gebrauchsfähig  ist,  als  sie  vor  der  Benutzung  für
das  Werk  war,  die  zweite,  B,  zwar  noch  ebenso  lange  gebrauchsfähig ­
  ist,  wie  vorher,  aber  mit  demselben  Zeit-  und
Kraftaufwand  nur  noch  9 /io  so  viel  leistet,  der  dritten,  C,  nur
noch  i j a  ihrer  früheren  Brauchbarkeitsdauer  und  3 / 4  ihrer
Kraftleistung  geblieben  ist,  dann  sind  die  verlorenen  Vs  der
Brauchbarkeitsdauer  von  A  1 / 10  der  Leistungsfähigkeit  von
B  und  Ve  der  Brauchbarkeitsdauer  sowie  1 / 4  der  Leistungskraft ­
  von  C  ebenso  Produktionsaufwand  wie  die  in  das  Werk
hineingebauten  10  000  Tonnen  Eisen  und  die  für  die  Herstellung ­
  verfeuerten  50  000  Tonnen  Kohlen.  Wird  der  wirtschaftliche ­
  Wert  der  Maschinen  gleichgesetzt  dem  Produkt  von
Leistungskraft  und  Brauchbarkeitsdauer,  Leistungskraft  und
Brauchbarkeitsdauer  vor  Beginn  der  Arbeit  als  bei  A,  B
und  C  gleich  angenommen  und  erstere  mit  k,  letztere  mit  z
bezeichnet,  dann  hat  sich  also  verringert  der  wirtschaftliche  Gebrauchswert ­
  von  A  auf  k  .  Vs  z,  von  B  auf  Vio  k.  z  und  von
C  auf  V 4  k.  Ve  z ,  und  es  sind  wirtschaftlich  in  dem  hergestellten ­
  Werke  enthalten  neben  den  10  000  Tonnen  Eisen  und
50  000  Tonnen  Kohlen  Vs  des  wirtschaftlichen  Gebrauchswerts
von  A,  Vio  desjenigen  von  B  und  Vs  desjenigen  von  C.  Will
der  Hersteller  ermitteln,  welchen  Nutzen  er  von  der  Herstellung ­
  hat,  so  ist  klar,  daß  er  dem  Werte  des  Produkts
nicht  bloß  den  Wert  des  Eisens  und  der  Kohlen  gegenüberstellen ­
  darf,  sondern  auch  den  Wert  der  Einbuße  an  Brauchbarkeitsdauer ­
  und  Einheitsleistung  der  Maschinen.  Will  er
aber  den  Erfolg  der  ei  n  z  e  l  n  e  n  Produktion  als  einen  in  sich
abgeschlossenen  Wirtschafgsprozeß  in  Geld  beziffern,  dann  muß
er,  wenn  er  richtig  rechnen  will,  die  Frage  so  stellen:  Was  habe
ich  au  Geldeswert  in  den  Wirtschaftsprozeß  hineingeworfen,
und  was  habe  ich  an  Geldeswert  aus  ihm  herausgezogen?
Dann  kann  er  nicht  von  einem  Werte  der  für  die  Produktion
stofflich  unbrauchbar  oder  qualitativ  verschlechterten  Gegenstände ­
  ausgehen,  den  diese  früher  einmal  gehabt  hatten,  sondern ­
  von  demjenigen  Werte,  den  sie  hatten,  als  sie  ver»  oder
gebraucht  wurden,  ebenso  wie  er  umgekehrt  nicht  denjenigen
            
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