Full text : Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Produktion  und  Produktivität.

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sumenten  ein;  etwas  wirtschaftlich  wertvolles  liegt  nur  dann,
dann  aber  stets  vor,  wenn  es  tatsächlich  gewertet  wird.  <L  s  p  r  o  -
duziert  also  jeder,  der  wirtschaftliche  Brauchbarkeiten ­
  schafft,  Bedürfnissen  zur  Befriedigungverhilft.
  Im  Wesen  unserer  aus  Arbeitsteilung  und
Verkehr  aufgebauten  Wirtschaft  liegt  es,  daß  mit  der  bloßen  Stoffumwandlung
  dieser  Vorgang  der  Genußreife  zumeist  noch  nicht
zu  Ende  geführt  ist;  innerhalb  des  Verlaufs  dieses  Vorganges  ist
die  Tätigkeit  aller  Beteiligten,  sofern  sie  zur  Erreichung  dieses
Zieles  unentbehrlich  ist,  wirtschaftlich  durchaus  gleich  zu  werten.
Das  Wort  produktivirät  deckt  noch  einen  zweiten  Begriff.
Ls  genügt  nämlich  nicht,  wirtschaftliche  Brauchbarkeiten  zu
schaffen,  wenn  nicht  —  wenigstens  der  Begel  nach  —  in  dem  Produktionsprozesse ­
  die  Summe  der  Güter  vermehrt  wird,  weil  sonst
keine  dauernde  Lebensfristung  oder  doch  zum  mindesten  keine
kfebung  der  Lebenshaltung  möglich  wäre.  Der  wert  der  Produkte ­
  muß  also  der  Regel  nach  größer  sein  als  der  der  aufgewendeten ­
  Kosten.
wenn  wir  jetzt  das  Wesen  der.Produktion  näher  kennen  lernen
wollen,  werden  wir  zwischen  Dbjekt  und  Subjekt  der
Güterher  st  ellung  zu  scheiden  haben.  Die  Zielsetzung  wie
die  Leitung  des  produktionsvorganges  ist  die  eigentliche  Ausgabe
des  Produzenten,  des  wirtschastsmenschsn.  wir  nennen  den  Produktionsleiter ­
  Unternehmer;  in  dieser  Bezeichnung  kommt
nicht  nur  die  Tatsache  der  Zielsetzung  und  Leitung  selbst  zum  Ausdruck, ­
  sondern  auch  noch  weiter  die  Beziehung  des  Produzenten
zum  Wirtschaftserfolg,  Las  Risiko,  das  er  trägt.  Die  Produktionsleitung ­
  und  die  Risikotragung  fallen  nicht  immer  zusammen;  so
sind  in  der  Aktiengesellschaft  die  Risikoträger  und  natürlich  auch
Gewinnempfänger  die  Aktionäre,  die  Produktionsleiter  die  Vorstandsmitglieder. ­
  Zumeist  vereinigen  sich  jedoch  beide  Aufgaben
in  einer  Person,  wenn  man  sich  auch  der  Doppelbedeutung  des
Wortes  Unternehmer  immer  bewußt  bleiben  muß.
Bevor  jedoch  der  Unternehmer  in  seiner  Tätigkeit  analysiert
werden  kann,  muß  man  sich  über  die  Bedingungen  klar  werden,
unter  denen  er  arbeitet,  sowie  über  die  Mittel,  die  ihm  für  seine
Zwecke  zur  Verfügung  stehen,  als  welche  man  herkömmlicherweise
Natur,  Arbeit  und  Kapital  bezeichnet.
Der  leitende  Unternehmungswille  kann  sich  jedoch  nicht  immer
rein  durchsetzen.  Abgesehen  von  den  Hemmungen,  die  in  ihm
WygodzinSkl,  Einführung  In  Me  Volkswirtschaftslehre.  3
            
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