Full text : Einführung in die Volkswirtschaftslehre

(Bi'cnyn  des  Großbetriebs.

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dem  Einfluß  nationalistischer  Ideen  an,  seine  Baumwolle  selbst
zu  spinnen,  die  sonst  nach  Manchester  oder  Dldham  ging.
ksier  gibt  es  nur  einen  Ausweg,  nämlich  die  technische  Überlegenheit, ­
  die  natürlich  noch  besteht,  dadurch  auszunutzen,  daß
man  zu  feinerer  Arbeit  übergeht,  welche  die  Ronkurrenzländer
noch  nicht  leisten  können.  So  werden  in  England,  um  ein  Beispiel ­
  aus  der  Textilindustrie  zu  nehmen,  mehr  und  mehr  feinere
Garne  erzeugt  und  die  Herstellung  der  gröberen  aufgegeben.  Damit ­
  hat  aber  natürlich  die  Ausdehnung  der  Fabriken  und  Riesenbetriebe ­
  ein  absehbares  Ende,  denn  der  Riesenbetrieb  lohnt  sich
nur  bei  massenhafter  Anfertigung  von  Ware  ohne  besonderen
Wualitätscharakter.  Ls  sind  denn  auch,  was  manche  erstaunen
mag,  in  England  sogar  die  Baumwollsabriken  in  den  Jahren
jsgn—J90J  nicht  größer,  sondern  Heiner  geworden.  Die  Neigung,
bessere  Ware  herzustellen  und  zu  verbrauchen,  zeigt  sich  in  England ­
  durchweg.  Selbst  die  Handwebereien  sind  für  Wolle  in
Irland  wieder  im  Aufblühen  begriffen,  und  irisches  „Homespun"
hat  Weltruf  errungen.  Der  aufmerksame  Beobachter  wird  nicht
verkennen,  daß  in  Deutschland  eine-ähnliche  Bewegung  wenigstens ­
  in  den  Anfängen  zu  bemerken  ist.
Schließlich  zeigt  sich,  daß  der  Kleinbetrieb  unter  bestimmten
Umständen  selbst  technisch  überlegen  werden  kann.  In  vielen
Betrieben-  ist  die  Arbeit  das  Werk  des  Einzelnen  und  der  Großbetrieb ­
  nur  durch  gewisse  ihm  bisher  allein  zur  Verfügung
stehende  Hilfsmittel  überlegen.
Falls  es  in  entsprechenden  Fällen  möglich  wäre,  den  Arbeitern
die  erforderliche  mechanische  Kraft  zu  liefern,  könnte  der  Kleinund
  selbst  der  Einzelbetrieb  recht  wohl  lebensfähig  fein.  Einen
Weg  dazu  sucht  England  in  der  vielfach  schon  üblichen  tenement
factory,  d.  h.  Mietsfabrik.  Die  tenement  factory  ist  ein  Fabrikgebäude, ­
  in  dem  einzelne  Räume  mit  der  nötigen  Kraft  und
wohl  auch  den  2lrbeitsmaschinen,  also  z.  B.  Webstühlen  mit
Dampf-  oder  elektrischem  Antrieb,  den  kleinen  selbständigen
Unternehmern  vermietet  werden.  Diese  Anordnung  läßt  sich  für
viele  Gewerbe  verwenden;  sie  ist  bis  jetzt  namentlich  in  der
Kammgarnspinnerei  und  der  Kleineisenindustrie  verbreitet.
Der  Konkurrenz  der  jungen  Völker,  der  großen  slavischen
Masse,  der  Asiaten  von  der  Türkei  bis  Japan,  der  Südamerikaner,
vielleicht  bald  der  Schwarzen  ist  ganz  Westeuropa  ausgesetzt,  und
so  wird  es  die  Entwicklung  zur  chualitätsproduk-
            
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