Full text : Zur Wertzollfrage

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gang  zu  konstatieren,  mehrfach  arg  verstoßen,  indem  man
die  beiden  Jahre  auseinanderriß  und  so  die  Verbrauchsmenge ­
  der  das  Jahr  1905  enthaltenden  Periode  künstlich
steigerte,  die  Verbrauchsmenge  der  folgenden  Periode  durch
das  Hineinnehmen  des  Jahres  1906  künstlich  senkte.
Eine  zweite  Schwierigkeit  lag  darin,  daß  in  Wahrheit ­
  neben  der  Einfuhr  nur  die  wirklich  versteuerten
Mengen  inländischen  Rohtabaks,  nicht  die  geernteten
Mengen  für  den  Verbrauch  in  Betracht  kommen.  Der
Unterschied  zwischen  Ernte-  und  Steuermengen  in  den
einzelnen  Jahren  ist  aber  ganz  erheblich;  er  gleicht  sich
zwar  bei  besonders  langen  Jahresreihen  halbwegs  aus,
trübt  indessen  die  Richtigkeit  des  Vergleichsbildes  nicht
unbedeutend,  sobald  man  gezwungen  ist,  kurze  Jahresreihen ­
  miteinander  zu  vergleichen.  Es  war  deshalb
nötig,  die  geernteten  Mengen  außer  Betracht  zu  lassen,
dagegen  die  in  den  einzelnen  Erntejahren  versteuerten
Mengen  zu  errechnen*)  und  lediglich  diese  der  nachfolgenden ­
  Aufstellung  zu  Grunde  zu  legen.
*)  Die  Berechnung  erfolgt,  in  Anlehnung  an  eine  freundliche
briefliche  Auskunft  des  Kaiserlichen  Statistischen  Amtes  ans  dem  Jahre
1906,  stets  auf  Grund  der  Tabelle  A  1  des  jedesmal  im  Vierten  der
Vierteljahrshefte  befindlichen  Abschnittes  „Der  Tabak  im  deutschen  Zollgebiet". ­
  Z.  B.  für  das  Erntejahr  1909  wie  folgt:  Zu  erhebende  Tabaksteuer
  in  Spalte  12  und  14  M.  1955539  +  9009537  =  10965076,
hiervon  ab  M.  51573  für  Erlasse,  mithin  bleiben  M.  10913503,  dividiert ­
  durch  57  (Steuersatz  für  den  Doppelzentner),  was  191465  dz
ergibt.  Hierzu  die  zu  erhebende  Tabaksteuer  in  Spalte  11  und  13
M.  194064-j-909915  —  M.  1103979,  dividiert  durch  45  (Steuersatz
für  den  dz),  was  24533  dz  ergibt.  Hierzu  der  Ernteertrag  der
            
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