Full text : Zur Wertzollfrage

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gesetzes,  bereits  ca.  70000  dz  im  Jahre  *)  verarbeitet
haben,  was  sich  aus  einem  Vergleiche  der  jährlich  hergestellten ­
  Zigarettenmengen  leicht  ergibt.  Der  starke  Aufschwung ­
  der  allgemeinen  Rohtabakeinfuhr,  die  sich  nach
Ausweise  der  ersten  8  Monate  des  Jahres  1911  für  das
Kalenderjahr  1911  wieder  um  ca.  70000  dz  höher  stellen
wird  als  für  das  Kalenderjahr  1910,  kann  deshalb  nur
als  ein  Zeichen  des  unerschütterten  Bedarfs  innerhalb
des  gesamten  Tabakgewerbes  angesehen  werden.
Diese  überaus  starke  Einfuhr  ausländischer  Tabakblätter ­
  ist  es  denn  auch,  die  —  nächst  der  Vermehrung
des  Zigarettenverbrauchs  an  erster  Stelle  —  die  zweite
Erklärung  des  überraschenden  Einnahmeüberschusses  gibt.
Während  Zoll  und  Wertzoll  für  unbearbeitete
Tabakblätter  94,5  Millionen  Mark  im  Beharrungszustand ­
  erbringen  sollten,  kommen  aus  diesen
Einnahmequellen  nach  der  im  Vorstehenden  ausgeführten ­
  Ertragsberechnung  tatsächlich  bereits
104  Millionen  Mark  oder  9^/z  Millionen  Mark
mehr  auf  als  erwartet  wurde.**)
*)  Es  muß  daran  erinnert  werden,  daß  die  Zigarettenindustrie  zur
Herstellung  großer  Zigarettenmengen  verhältnismäßig  wenig  Rohtabak
braucht.  Zur  Herstellung  von  1000  Zigarren  bedarf  es  einer  etwa
7—8  mal  so  großen  Rohtabakmenge  als  zur  Herstellung  von  1000  Zigaretten ­
  (ca.  1  kg).  Vom  Rechnungsjahre  1909  zum  Rechnungsjahre
1910  vermehrte  sich  die  ZigarettcnproLuktion  um  ca.  15%.  Hierzu
genügt  indessen  bereits  eine  Steigerung  der  Rohstoffeinfuhr  um  nur
ca  10000  dz.
**)  Von  diesem  Mehrertrage  von  9%  Millionen  Mark  sind  2  Millionen ­
  Mark  darauf  zurückzuführen,  daß  sich  der  von  der  Finanzkommission
            
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