Full text : Zur Wertzollfrage

72

Es  ginge  über  die  Kraft  eines  Einzelnen,  diesen
Versuch  nur  auf  dem  Gebiet  unserer  zahllosen  Luxusartikel ­
  einem  Ende  zuzuführen.  Für  die  folgenden
Ausführungen  mag  der  Vorbehalt  genügen,  daß  die
handelsstatistischen  Werte  nur  ein  schwaches  Abbild
der  wirklichen  Höhe  des  Lurusaufwandes  geben.
Hierfür  im  Folgenden  einige  Beispiele:  Wenn  der
Leser  hört,  daß  zur  Verschönerung  der  Hüte  und  Fächer
deutscher  Frauen  in  einem  Jahre  rohe  Straußenund
  Reiherfedern  im  Betrage  von  12  Millionen  Mark
nach  dem  handelsstatistischen  Wert  eingeführt  werden,
so  mag  er  sich  vorstellen,  daß  für  sie  im  Zustande
fertigen  Aufputzes  (gereinigt,  gekräuselt,  zugestutzt)
allerwenigstens  30  Millionen  Mark  verausgabt  werden;
der  handelsstatistische  Wert  der  im  Jahr  eingeführten ­
  geknüpften  Fußbodenteppiche  aus  dem  Orient  von
9  Millionen  Mark  kann  nach  dem  Kleinverkaufspreise,  bes
  onders  unter  Berücksichtigung  des  vorangegangenen
mannigfachen  Handwechsels  im  Großhandel,  getrost  auf
wenigstens  25  Millionen  Mark  angenommen  werden;  die
1100000  Stück  Männerhüte  aus  Haarfilz  (Pos.  537),
die  jährlich  aus  dem  Auslande  kommen,  haben  einen
handelsstatistischen  Durchschnittswert  von  ca.  5^  Millionen ­
  Mark,  der  für  sie  geleistete  wirkliche  Geldaufwand
beträgt  wenigstens  11  Millionen  Mark;  der  handelsstatistische ­
  Durchschnittswert  solcher  Hüte  beträgt  5  Mark
für  das  Stück,  doch  erbringen  die  hochwertigen  unter  ihnen
teilweise  vom  Verbraucher  ca.  15  Mark  für  das  Stück,  und
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.