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Leistungsfähigkeit, Geschmack und Kunstfertigkeit der
deutschen Teppechindustrie sind unbestritten. Dennoch
führen wir*) für ca. 9 Millionen Mark (Großhandelswert)
jährlich an geknüpften Fußbodenteppichen aus dem Orient
ein. Daß auch hier reiner Luruskonsum vorliegt, kann
kaum bezweifelt werden.
Glace- und Lederhandschuhe (Pos. 562 a/6) sowie
feine Schuhwaren (Pos. 656 b/c) bringen wir für 13 1 / 2
Millionen Mark im Einfuhrwert ein, seidene Männerund
Frauenhüte nebst Zylindern, Panamahüte usw.,
Männerhüte aus Haarfilz, Frauen- und Kinderhüte im
Aufputze (Pos. 533 a/b, 534, 537, 541 d, 542) für 14
Millionen Mark im Großhandelswert oder für wenigstens
ca. 30 Millionen Mark im Kleinverkaufspreise.
Vom rohen Elfenbeine, das teilweise zu nicht dem
Lurus dienenden Gegenständen verarbeitet wird, sowie
von Elfenbein-, Perlmutter- und Schildpatt-Platten mag
hier abgesehen werden. Doch schon der Wert der im
Ausland aus den genannten Rohstoffen hergestellten, bei
uns eingeführten Fertigerzeugnisse, die lediglich Luruszwecken
dienen, beträgt im Großhandelswerte 3 Millionen
Mark, der Großhandelswert goldener ausländischer Taschenuhren
(nicht mehr nach Schätzung, sondern nach Wertanmeldung)
ca. 16 Millionen Mark, der der ausländischen
*) Hier, wie sonst, Mengen des Jahres 1910 mit den im Jahre
1911 für das Jahr 1910 endgültig geschätzten Werten, also nicht mit
den sogenannten vorläufigen Werten, die noch in den Monatlichen Nachweisen
für das Jahr 1910 aufgeführt sind.