Full text : Zur Wertzollfrage

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art  keineswegs  ausreichend  Rechnung  tragen  konnten,
so  sehr  auch  teilweise  die  technische  Verzollungsarbeit
durch  die  nunmehr  notwendige  subtile  Tarifierung  erschwert ­
  wurde;  gerade  mit  Rücksicht  auf  letzteren  Punkt
sei  darum  hier  erwähnt,  daß  die  im  Wertzollverfahren
zweifellos  begründeten  zolltechnischen  Komplizierungen
bis  zu  einem  gewissen  Grad  in  Zukunft  durch  den  Wegfall ­
  der  zahlreichen,  jetzt  notwendigen  subtilen  Veschaffenheitstarifierungen
  (wie  z.  B.  bei  Geweben  nach
der  Fadenzahl  und  nach  Maßgabe  des  auf  die  Flächeneinheit ­
  entfallenden  Gewichtes)  aufgewogen  werden  könnten.
Es  kann  unterlassen  werden,  hier  im  Einzelnen  darauf
einzugehen,  bis  zu  welchem  Grade  der  damalige  Zwiespalt ­
  zwischen  Landwirtschaft  und  Industrie  in  Sachen
der  „Bindung  der  Eetreidezölle  für  die  Vertragsverhandlungen" ­
  dazu  beigetragen  hat,  die  Jnduftriezölle  des  Zolltarifentwurfes ­
  in  oft  planloser  Weise  herabzusetzen.  Man
wird  sich  mit  dem  Hinweise  begnügen  dürfen,  daß  es  heute
weite  und  dem  Zentralverbande  deutscher  Industrieller
durchaus  nicht  nahestehende  Kreise  unserer  Industrie
sind,  welche  die  Meinung  des  verdienten  Vorkämpfers
des  Zentralverbandes,  H.  A.  Vueck,  teilen,  wenn  er
im  „Tag"  vom  7.  September  1911  schreibt,  daß  der
aus  dem  Reichstag  entlassene  Zolltarif  nur  ein  höchst  unvollkommenes ­
  Werkzeug  war,  mit  dem  die  Regierungen
den  anderen  Staaten  zur  Erneuerung  der  Handelsverträge ­
  entgegentreten  mußten,  und  an  der  bezeichneten
Stelle  fortfährt:  „So  kamen  Handelsverträge  mit  einem
            
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