Full text: Vergangenheit und Zukunft der Sozialwissenschaften

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Abrupte, Regellose ihrer Entwicklung, und jene, 
welche trotzdem ein bestimmtes Maß von Kontinuität 
und Planmäßigkeit erzwingen, nur anzusehen, um 
sich überzeugt zu finden, daß beide Gruppen von Ur 
sachen auch in der Zukunft weiterwirken werden. 
Was zunächst die erste von ihnen anlangt, so brauche 
ich ihre fünf Punkte gar nicht zu wiederholen, um 
das noch besonders zu beweisen. Denn zum Teil sind 
sie dem Wesen des Mechanismus wissenschaftlichen 
Lebens eigen — immer und überall z. B. wird jeder 
Fortschritt gruppenweise, mit Hilfe organisierender 
Schlagworte, ruckweise, übertreibend zustande ge 
bracht —, zum Teil gar den Tatsachen unserer 
Psyche — nie wird z. B. der Einzelne oder die Gruppe 
mehr übersehen können als einige wenige Gesichts 
punkte und kleine Stücke des Weges — zum Teil 
können sie ihrer Natur nach, wenn überhaupt, nur 
langsam verschwinden — wie z. B. die Tendenzen 
zur Alliierung jeder Richtung mit politischen und 
und philosophischen Programmen. Insbesondere wer 
den immer Perioden vorwiegend konstruktiver und 
Perioden vorwiegend tatsachensammelnder und kriti 
scher Tätigkeit abwechseln: Denn weil erstens beide 
Arten wissenschaftlicher Arbeit „objektiv“ notwendig 
und fördernd, weil zweitens stets Leute beider An 
lagen vorhanden sind, so müssen beide Arten stets 
zusammen existieren. Weil aber, drittens, auch auf 
dem Gebiet der Wissenschaft nicht jeder einfach für 
sich existiert und denkt, sondern im Einflußkreise 
seiner Zeitgenossen lebt und webt, so wird die 
Stimmung der jeweils stärksten und erfolgreichsten
	        
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