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Dritter Abscht!
Ag
kondukteur, ein Lokomotivführer und ein Signalgeber. Ein groß
Eisenbahnunglück hat Hunderte von Passagieren in die andere W*
expediert. Die Nachlässigkeit der Eisenbahnarbeiter ist die Ursa®
des Unglücks. Sie erklären vor den Geschworenen einstimmig, *
10 bis 12 Jahren habe ihre Arbeit nur 8 Stunden täglich gedau
Während der letzten 5 bis 6 Jahre habe man sie auf 14, 18 w
20 Stunden hinaufgeschraubt und bei besonders jebhaftem Zudi#
der Reiselustigen, wie in den Perioden der Sonderzüge, währe
oft ununterbrochen 40 bis 50 Stunden. Sie seien gewöhnlit
Menschen und keine Zyklopen. Auf einem gegebenen Punkt vo
sage ihre Arbeitskraft. Lähmung ergreife sie. Ihr Hirn höre R
zu denken und ihr Auge zu sehen. Der ganz und gar „respect
British Juryman“ antwortet durch ein Verdikt, das sie wegen „Do
slaughter‘“ [Tötung] vor die nächsten Assisen schickt, und in ein
milden Anhang den fronmen Wunsch äußert, die Herren Kap ie
magnaten der Eisenbahn möchten doch in Zukunft verschwei%
rischer im Ankauf der nötigen Anzahl von „Arbeitskräften“ ®
„enthaltsamer“ oder „entsagender“ oder „sparsamer“ in der AB
3augung der bezahlten Arbeitskraft sein.®? »
Aus dem buntscheckigen Haufen der Arbeiter von allen Ye
fessionen, Altern, Geschlechtern, die eifriger auf uns andrängeD
die Seelen der Erschlagenen auf den Odysseus, und denen nn
ohne die Blaubücher unter ihren Armen, auf den ersten Blick )
Ueberarbeit ansieht, greifen wir noch zwei Figuren heraus, den
f{rappanter Kontrast beweist, daß vor dem Kapital alle Mens®
gleich sind — eine Putzmacherin und einen Grobschmied.
57 „Reynolds’ Newspaper“, 20. Januar 1866. Woche für Woche pa‘
dasselbe Wochenblatt gleich darauf, unter den „Aaufsehenerregenden Del
schriften“: „Gräßliche und mörderische Unglücksfälle“, „EntsetzP®.
Tragödien“ usw., eine ganze Liste neuer Eisenbahnkatastrophen. Dar
antwortet ein Arbeiter von der North Staffordlinie: „Jedermann kenl, ß
Folgen, wenn die Aufmerksamkeit von Lokomotivführer und Heizer Sr
Augenblick erlahmt. Und wie ist es anders möglich bei maßloser gl
längerung der Arbeit, im rauhesten Wetter, ohne Pause und Erhol/t%
Nehmt als ein Beispiel, wie es täglich vorkommt, folgenden Fall. Lena
Montag begann ein Heizer sehr früh morgens sein Tagewerk. Er € y
es nach 14 Stunden 50 Minuten. Bevor er auch nur die Zeit hatte, SO
Tee zu nehmen, rief man ihn von neuem an die Arbeit. . .. Sie da
diesmal 14 Stunden 25 Minuten; er hatte also 29 Stunden 15 Mind
ununterbrochen durchzuschanzen. Der Rest seines Wochenwerks en
sich in folgender Weise zusammen: Mittwoch 15 Stunden, Donne ig
15 Stunden 35 Minuten, Freitag 14*/3 Stunden, Sonnabend 14 SW
10 Minuten; zusammen für die Woche 88 Stunden 40 Minuten. Und je
denkt euch sein Erstaunen, als er nur Zahlung für 6 Arbeitstage CA
Der Mann war ein Neuling und fragte, was man unter einem Tage”
verstehe, Antwort: 13 Stunden, also 78 Stunden pro Woche, Aber os
mit der Zahlung für die überschüssigen 10 Stunden 40 Minuten? dl.
langem Hader erhielt er eine Vergütung von 10 Pence [80 Pfenm#
(„Reynolds’ Newspaper“ vom 4, Februar 1866.)
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