Full text: Befreite Arbeit

geübt werden muß, wie die Militärpflicht; 
wenn die Arbeit von Arbeitsarmeen, Ar- 
beitsregimentern, Arbeitsbataillonen aus- 
geführt werden muß; wenn die Arbeits- 
befehle so erteilt werden wie Kampfbefehle, 
mit all .den harten Folgen ihrer Nichtbefol- 
gung; wenn derjenige, der sich der Arbeit 
entzieht, — sei dies auch, z.B., ein Fabrik- 
arbeiter, der ins Dorf gefahren ist, — ‘als 
„Fahnenflüchtiger“, der die Arbeitsfront 
verlassen, betrachtet werden muß, — was 
bleibt dann von der Freiheit der Arbeit 
übrig? Unter diesen Bedingungen ist der 
Mensch der Freiheit beraubt, seine Beschäf- 
tigung zu wählen, sich frei zu bewegen, sich 
zu erholen, mit einem Wort, ihm ist alles 
genommen, was der menschlichen Persön- 
lichkeit so teuer ist, dazu noch unter An- 
drohung von schweren Strafen — im Grund- 
satze bis zum Tode durch Erschießen — für 
Ungehorsam gegenüber denen, die seine 
„Vorgesetzten“ sind, die über sein ganzes 
persönliches Schicksal verfügen werden. 
Eine derartige Organisation der Arbeit, 
sagen die Gegner der Militarisierung, sei 
die Wiederherstellung der Sklaverei, 
nur mit dem Unterschiede, daß sie nicht zu- 
gunsten einer Privatperson, sondern Zzu- 
gunsten des Staates durchgeführt werde. 
Das sei die Wiederherstellung der Zeiten 
der Sklaverei, nur mit dem Unterschiede, 
daß sie im Namen des „Befreiers“ der Ar- 
beit, der Sowjetregierung, wiederhergestellt 
werden.
	        
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