steht uns der Untergang, der körperliche,
wie der sittliche, bevor. Die Hälfte unserer
Bevölkerung wird aussterben, die Ueber-
lebenden werden sich der Reaktion in die
Arme werfen oder, noch schlinimer, wer-
den einfach der ausländischen Besitzergrei-
fung und der ausländischen Räuberei zum
Opfer fallen... Zeigen doch schon die Be-
dingungen, unter denen jetzt mit uns „die
Frieden“ geschlossen werden, was wir zu
erwarten haben, wenn „jene“ unsere Bevöl-
kerung und unser Land erst in ihre Hände
bekommen.
Nein, wir wiederholen, das Los ist ge-
fallen, es gibt keine Rückkehr. Wir haben
nur einen glücklichen Ausweg aus der Lage:
Den neuen Aufbau des Lebens. Wenn er
verwirklicht sein wird, wird er uns den
körperlichen und den sittlichen Sieg ver-
leihen. Wir werden unsere Leben retten, wir
werden die Würde unseres Landes retten.
Rußland wird nicht nur sittlich nicht er-
niedrigt sein, es wird Ssittlich hochstehen.
Es wird nicht anläßlich des Geschehenen
den Kopf zu beugen brauchen. Es wird
das große Land mit den großen Taten blei-
ben. Und seine jetzige äußerliche Ernie-
drigung, seine jetzigen Leiden werden sein
großes Schicksal nur hervorheben. Um
„wieder aufzuleben“ muß man
erststerben. Oder man muß, nach dem
Ausspruche Wladimir Solowjews, Akte der
Selbstverleugnung vollziehen, um
seine würdige „Selbstbestimmung“ zu fin-