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Das Land
Niederschläge überaus unregelmäßig. Ununterbrochene Dürre von
60 Tagen wechselt mit Wolkenbrüchen von 20 cm in 20 Minuten
ab und beeinflußt höchst nachteilig den Ackerbau. Bisweilen bleibt
der Regen so lange aus, daß die Feldfrüchte verdorren, oder er
kommt plötzlich mit solcher Heftigkeit, daß in ganzen Teilen des
Landes die Ernte zerstört wird. In 100 Jahren wurden 3 sehr
trockene Jahre mit einer Regenmenge von weniger als 75% der
normalen, 58 trockene mit einer solchen von mehr als 75 und weniger
als 100%, 24 regnerische mit einer Regenmenge von mehr als
100%, endlich 15 sehr nasse Jahre mit einer solchen bis zu 125%
der normalen beobachtet.
Vorherrschende Luftströmungen sind: in der Moldau und in
der großen Walachei der Nordwind, der kalt und feucht Regen mit
sich bringt, in der kleinen Walachei der Föhn, der zwar warm, aber
ebenso heftig wie der Nordwind ist, und der vom Schwarzen Meere
her wehende milde Ostwind. Doch wechseln diese Winde infolge
der Bodengestaltung vielfach ihre Richtung und streichen meistens
den breiten Tälern entlang*).
2. Bodengestaltung und Gewässer
Der Boden Rumäniens fällt vom Kamme der Karpathen im
Norden und Westen allmählich ab gegen die Donau und den Prut
im Süden und Osten. Innerhalb dieses Glacis lassen sich vier be
sondere Gestaltungen unterscheiden, und zwar das Gebirge, das
Hügelland, das Flachland und die Niederung.
Das zwischen Rumänien und Siebenbürgen gelegene, mit dem
Namen Transsylvanische Alpen oder Ostkarpathen bezeichnete Ge
birge bildet einen nach Osten gegen die Biegung der Donau zwi
schen Bräila und Reni vorspringenden Winkel. Es reicht vom
Eisernen Tor bis zur Grenze der Bukowina, bildet einen durchschnitt
lichen 20 km breiten Gürtel und trägt in seinen einzelnen Teilen
verschiedene Bezeichnungen. Der Teil von Verciorova bis zum
Sturul heißt Mehedinfer Gebirge, jener vom Sturul bis zum De-
filee Lainici Vulkaner-Eebirge. Dann folgen von Lainici bis zum
Räul-Vadului die Paringer Berge und von Raul-Vadului bis Piatra
lui Craiü die Fogarascher Berge. Zwischen Piatra lui Craiü und
Predelu? liegt das Burzengebirge und weiter östlich bis zur Drei
länderecke das Buzeugebirge. An dieses schließen in der Moldau
die Vrancer Berge und sodann von derZollstation Oituz nordwärts
*) Vql. Hepites, Analele imtitutului meteorologic, Murgoci p
P. Burcä, RomAnia.