I
Buch IV.
Die Wirkung des materiellen Fortschritts auf die
Güterverteilung.
„Bisher ist es fraglich, ob alle mechanischen Erfindungen die Mühsal irgend
eines menschlichen Wesens erleichtert haben." John Stuart Mill.
Hört Ihr, Brüder, nicht die Rinder weinen.
Eh' die Zeit der Sorgen ist erfüllt?
An die Mutter lehnen sich die Kleinen,
Die der Tränen Lauf nicht stillt.
Die jungen Lämmer bläken auf den Matten,
Die jungen Vögel zwitschern in dem Nest;
Die jungen Rehe spielen mit den Schatten,
Die Blümlein blüh'n, gekost vom West:
Doch der jungen Rinder Frohsinn, Brüder,
Ist allein verbannt!
Sie nur weinen in der Zeit der Lieder
In der Freiheit Land.
Mrs. Browning.
Kapitel I.
Das Bewegungsgesetz des Problems noch zu suchen.
Dadurch, daß wir die Grundrente als den Empfänger der ver
mehrten Produkte, welche der materielle Fortschritt schafft, die Arbeit
aber nicht erhält, gekennzeichnet haben, und indem wir sehen, daß
der Antagonismus der Interessen nicht, wie man gewöhnlich glaubt,
zwischen der Arbeit und dem Kapital besteht, sondern vielmehr zwischen
der Arbeit und dem Kapital einerseits und dem Grundbesitz anderer
seits, sind wir zu einem Schlüsse gelangt, der eine hochwichtige praktische
Bedeutung hat. Aber es ist noch nicht an der Zeit, bei derselben zu ver
weilen, denn wir haben das uns gestellte Problem noch nicht ganz gelöst.
Die Behauptung, daß der Lohn niedrig bleibt, weil die Rente steigt,
besagt kaum viel mehr, als ob man behauptete, ein Dampfboot bewege
sich, weil dessen Räder sich drehen. Die weitere Frage ist, was verursacht
die Steigerung der Grundrente? welches ist der zwingende Grund der