Full text : Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

244

vorgelesen  hat,  wies  auf  die  damals  nahe  bevorstehende  Ankunft ­
  des  Prinzen  Heinrich  hin  und  hob  in  freudiger  Erregung
hervor,  daß  der  Prinz  als  des  Kaisers  und  des  Deutschen
Reiches  Vertreter  mit  inniger  Sympathie  überall  im  Lande
begrüßt  werden  würde.  Zugleich  betonte  er  mit  Nachdruck,
daß  nur  ein  klärender  und  dauernder  Meinungsaustausch
zwischen  beiden  Nationen  geeignet  sei,  alles  Mißverständliche
nach  und  nach  verschwinden  zu  lassen.
An  diese  letzten  Worte  knüpfe  ich  hier  vornehmlich
an.  Mehr  und  gewaltiger  als  irgendwo  sonst  stürmt  gerade
auf  der  andern  Seite  des  Ozeans  das  rein  Äußerliche  auf
Sinn  und  Nerven  ein  und  läßt  in  seinem  kaleidoskopartigen,
bunt-  und  wildbewegten  Getriebe  nur  allmähliche  Sammlung ­
  aufkommen.  Diese  aber  gewinnt  man  in  zunehmendem
Ausmaß  und  gelangt  zu  einer  abgeklärten  und  unparteiischen
Beurteilung,  wenn  es  gelingt,  Fühlung  und  Aussprache  mit
den  Kreisen  der  Bevölkerung  zu  erhalten  —  mit  politischen ­
  wie  unpolitischen,  mit  Arbeitgebern  wie  mit  Arbeitnehmern, ­
  mit  Männern  der  Volkswirtschaft  und  der  Rechtskunde. ­
  Auf  die  Notwendigkeit  einer  derartigen  Studienbehandlung ­
  im  eigenen  wie  im  Gesamtinteresse  habe  ich
wiederholt  hingewiesen,  ebenso  darauf,  daß  fern  von  jeder
Hast  und  Nervosität  überall  in  den  Vereinigten  Staaten  ein
geradezu  aufrichtiges  und  herzliches  Bestreben  vorhanden
ist,  sich  dem  Fremden  unumschränkt  zur  Verfügung  zu
stellen.  Dieser  wohltuenden  Bereitwilligkeit  verdanke  ich
nicht  nur  wertvolles  statistisches  und  technisches  Material,
dessen  Nachprüfung  mir  auch  fast  immer  ermöglicht
worden  ist,  sondern  auch  eine  Fülle  charakteristischer
Äußerungen,  mündlicher  und  schriftlicher  Auslassungen,
die  ich  in  ihrer  ursprünglichen  Fassung  von  Fall  zu
Fall  unter  Bezeichnung  der  Quelle,  der  sie  entstammten,
meinen  Arbeiten  angereiht  oder  in  sie  eingefügt  habe.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.