Kap. I. Die Grundursache der immer wiederkehrenden Krisen.
sich niederlassender Vogel oder ein aufgeschrecktes von Ast zu Ast springen
des Eichhörnchen mögen nicht ohne Einfluß darauf sein, wir wissen,
daß eine Beleidigung ein Gefühl der Vergeltung in der menschlichen
Brust entzündet, aber zu sagen, wieweit und in welcher weise es sich
äußern wird, würde eine Synthese erfordern, die den ganzen Mann
mit allen seinen Umgebungen in vergangener und gegenwärtiger Zeit
konstruieren müßte.
Die Art und weise, in welcher die Grundursache, auf welche ich
diese industriellen Krisen zurückgeführt habe, die Hauptmerkmale der
selben erklärt, steht in schlagendem Gegensatz zu den widersprechenden
und sich selbst widersprechenden Versuchen, die gemacht worden sind,
um sie nach den herrschenden Theorien der Güterverteilung zu erklären.
Daß eine spekulative Steigerung von Grundrenten oder Landwerten
unabänderlich allen diesen Zeiten industrieller Krisen voraufgeht, ist
überall ersichtlich. Daß sie zueinander im Verhältnis von Ursache und
Wirkung stehen, muß jedem einleuchten, der die notwendige Verbindung
zwischen dem Grund und Boden und der Arbeit in Betracht zieht.
Und daß die gegenwärtige Stockung den gewohnten Verlauf hat,
und daß sich in der vorhin angedeuteten weise ein neues Gleichgewicht
herstellt, das eine andere Periode verhältnismäßiger Lebhaftigkeit er
geben wird, kann jetzt schon in den Vereinigten Staaten gesehen werden.
Die normale und die spekulative Linie der Rente werden zusammen
gebracht: durch das Sinken der spekulativen Landwerte, das sich klar
in den billigeren Mieten und geringeren Grundstückspreisen in den
Hauptstädten zeigt, 2. durch die erhöhte Leistungsfähigkeit der Arbeit,
welche aus der Zunahme der Bevölkerung und der Ausnutzung neuer
Erfindungen und Entdeckungen hervorgeht, von denen wir einigen, die
an Wichtigkeit kaum der Benutzung der Dampfkraft nachstehen dürften,
bereits nahe zu stehen scheinen, 3. durch die Ermäßigung des gewohnten
Zins- und Lohnsatzes, die, was den Zins betrifft, durch den Abschluß
einer Regierungsanleihe zu 4 Prozent bewiesen wird, und hinsichtlich
des Lohns zu offenkundig ist, um noch spezieller Anführungen zu be
dürfen. Nachdem so das Gleichgewicht wiederhergestellt ist, wird eine
Periode erneuter Lebhaftigkeit beginnen und schließlich wieder in einer
spekulativen Steigerung der Landwerte gipfeln*). Der Lohn und Zins
hingegen werden ihren verlorenen Boden nicht zurückgewinnen. Das
Nettoresultat aller dieser Störungen und wellenartigen Bewegungen
ist das allmähliche Drängen des Lohns und Zinses gegen ihr Minimum.
Diese zeitweiligen und rückkehrenden Stockungen zeigen, wie in dem
einleitenden Kapitel bemerkt wurde, nur Verstärkung der allgemeinen
Bewegung, welche den materiellen Fortschritt begleitet.
*) Dies wurde im Jahre *878 geschrieben. Jetzt (im Juli *87g) ist es klar, daß die
oben vorhergesagte neue Periode der Tätigkeit begonnen hat, und in New pork und in
Thikago haben die Grundbesihpreise schon angefangen sich zu erholen.