Das Problem.
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winzige Uhren verfertigen; wie der Diamantbohrer das Herz der helfen
durchdringt und Kohlenöl den Walfisch schonen läßt; hätte er sich den
enormen Gewinn an Zeit und Arbeit vorstellen können, der durch
verbesserte Einrichtungen des Verkehrs und des Austausches entstehen
würde — wie in Australien geschlachtete Schafe frisch in England ge
gessen werden, und der am Nachmittag gegebene Auftrag des Londoner
Bankiers in San Francisco am Morgen desselben Tages ausgeführt
wird; hätte er die hunderttausend Verbesserungen, aus deren Zahl
nur diese wenigen Beispiele herausgegriffen sind, ermessen können,
was würde er daraus in betreff der sozialen Lage der Menschheit ge
schlossen haben?
Ls würde ihm kein bloßer Schluß, kein bloßes Phantasiegebilde,
sondern etwas wirklich Erschautes geschienen haben; und sein Herz
würde gehüpft und seine Nerven gebebt haben wie einem, der von
einer Anhöhe gerade vor der verschmachtenden Karawane den beleben
den Schimmer rauschender Wälder und den Glanz lachender Gewässer
sieht. Seine Phantasie würde ihm vergegenwärtigt haben, wie diese
neuen Kräfte die Gesellfchaft gerade in ihren Fundamenten erhöhten,
selbst den Ärmsten über die Möglichkeit des Mangels hinweghoben,
den Niedrigsten von der Angst und Sorge um das tägliche Brot be
freiten; er würde geglaubt haben, daß jene Sklaven der Leuchte des
Wissens den traditionellen Fluch der Menschheit auf sich nehmen, jene
Muskeln von Eisen und Sehnen von Stahl das Leben des ärmsten
Arbeiters zu einem Feiertage machen würden, in dem jede hohe Eigen
schaft und jeder edle Trieb vollen Raum zu Wachstum und Gedeihen
finden könnten.
Und aus diesen glücklichen materiellen Verhältnissen würde er,
als notwendige Folgen, moralische Zustände haben entstehen sehen,
die das goldene Zeitalter, von dem die Menschheit immer geträumt
hat, verwirklichten: die Zugend nicht länger dem junger und Elend
ausgesetzt; das Alter nicht durch Geiz gequält; das Kind mit dem Tiger
spielend; den Mann mit der Schmutzharke*) den Ruhm der Gestirne
trinkend! Alles Schlechte verjagt, alles wilde zahm; Uneinigkeit in
Harmonie verwandelt! Denn wie könnte da Habsucht herrschen, wo
alle genug haben? wie könnten Laster, Verbrechen, Unwissenheit,
Roheit, die alle doch nur aus der Armut und der Furcht vor der
Armut entspringen, fortbestehen, wo die Armut selbst verschwunden
ist? wer würde kriechen, wo alle freie Menschen, wer unterdrücken,
wo alle gleich sind?
Mehr oder weniger verschwommen oder klar sind dies die Hoff-
nungen, dies die Träume gewesen, die durch die Fortschritte, welche
diesem wundervollen Jahrhundert seinen Vorrang geben, hervorgerufen
*) Line Anspielung auf Buryans Allegorie selbstsüchtiger Habsucht in seinem
berühmten „DeiZrirus pro^ress". Anmerk, des Übersetzers.